JC Decaux Starke Stadtmöbel und Transportmedien gleichen schwache Großflächen aus

Donnerstag, 31. Juli 2014
Mit Stadtmöbeln - hier ein Wartehäuschen in Lübeck - ist JC Decaux weltweit erfolgreich
Mit Stadtmöbeln - hier ein Wartehäuschen in Lübeck - ist JC Decaux weltweit erfolgreich

Die Großflächenwerbung ist derzeit das Sorgenkind des weltgrößten Außenwerbers JC Decaux. Das schlägt sich auch in den Halbjahreszahlen, die das französische Unternehmen heute vorgelegt hat, nieder: Zwar stieg der bereinigte Umsatz um 3,3 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro, der Nettogewinn fällt jedoch um 9,9 Prozent auf 79,1 Millionen Euro. In den Geschäftsbereichen Stadtmöblierung und Transportmedien kann sich JC Decaux, das mit 90,1 Prozent die Mehrheit an der Berliner Wall AG hält, auf positive Zahlen stützen. Für die schwierige Lage bei den Großflächen - der Außenwerber verzeichnet hier im ersten Halbjahr einen bereinigten Umsatz von 224,1 Millionen Euro (minus 3,5 Prozent) - macht JC Decaux hauptsächlich die Situation in Moskau verantwortlich, wo sich der Abbau von circa 5000 illegalen Großflächen verzögert habe. Zudem sei das wirtschaftliche Umfeld europäisch und international herausfordernd gewesen.

Im Bereich der Stadtmöblierung stieg der bereinigte Umsatz dagegen auf 597,6 Millionen Euro, was einem Plus von 5,5 Prozent entspricht. Der bereinigte Umsatz im Kerngeschäft, also die Werbeeinnahmen ohne Umsätze aus Verkauf, Vermietung und Wartung von Stadtmöbeln, wuchs gegenüber der 1. Jahreshälfte 2013 um 4 Prozent. Nach oben kletterten die Zahlen dabei vor allem in Europa, während sie im asiatisch-pazifischen Raum gleich blieben und im nordamerikanischen zurückgingen.

Bei den Transportmedien gab JC Decaux ebenfalls Gas. Auf 483,1 Millionen Euro stiegen die Umsätze hier, ein Plus von 3,9 Prozent. Gute Raten vermeldeten hier sowohl Europa als auch der asiatisch-pazifische Raum, während Nordamerika auch in diesem Bereich schwächelt.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) liegt im 1. Halbjahr 2014 mit 131,1 Millionen Euro um 6 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Der frei verfügbare Cash-flow wiederum lag aufgrund von niedrigeren Nettoinvestitionen und einer niedrigeren Steuerlast bei 101,3 Millionen Euro gegenüber 62,2 Millionen Euro in der ersten Jahreshälfte des vergangenen Jahres.

Für das 3. Quartal erwartet Jean-François Decaux, Co-CEO des Out-of-Home-Weltmarktführers, ein organisches Wachstum, das leicht unter dem Niveau des ersten Halbjahres liegt. Berücksichtigen müsse man allerdings die anhaltende Volatilität in den meisten Märkten und die möglichen Auswirkungen geopolitischer Spannungen. kl
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