Internet.org Zuckerberg-Initiative soll 5 Milliarden Menschen online bringen

Mittwoch, 21. August 2013
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"Ist Internetzugang ein Menschenrecht", fragt Mark Zuckerberg in einer Denkschrift über die weltweite Verfügbarkeit des Internets - und das Ergebnis lautet "Ja". Also hat der Facebook-Gründer gemeinsam mit Ericsson, MediaTek, Nokia, Opera, Qualcomm and Samsung die Allianz Internet.org ins Leben gerufen. Ihr Ziel: Weiteren fünf Milliarden Menschen Zugang zum Internet zu verschaffen. Insgesamt 2,7 Milliarden Menschen auf der Welt, knapp ein Drittel der Weltbevölkerung, können das Internet nutzen. Zuckerberg ist das jedoch zu wenig. Sein Anliegen ist die globale Verbreitung von Wissen über das Netz. Denn das Internet verbinde nicht nur Familien und Freunde, es sei auch die Basis der globalen Wissensgesellschaft, wie Zuckerberg in seinem Pamphlet schreibt. "Jedem die Möglichkeit zu geben sich zu vernetzen bedeutet daher, diese Wissensgesellschaft zu ermöglichen", heißt es in der zehnseitigen Schrift.

Doch es gebe große Hindernisse auf dem Weg dorthin, besonders für Entwicklungsländer mit niedrigem Pro-Kopf-Einkommen. Hier soll Internet.org Abhilfe schaffen: Die Allianz werde "auf die Überwindung dieser Hindernisse hinarbeiten, einschließlich der Bereitstellung von Internetzugang auch für jene, die sich dies derzeit nicht leisten können." Die Initiative fußt im Wesentlichen auf drei Säulen: Internetzugang günstiger anzubieten, den Datenfluss durch die Verbesserung von Apps zu verringern und die Industrie dazu zu bringen, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, damit mehr Menschen online gehen können.

Abgesehen von den formulierten Zielen steckt hinter der Initiative sicherlich auch ein vitales Geschäftsinteresse der Partnerunternehmen - es braucht nicht viel Phantasie dazu sich auszumalen, wer denn den Neu-Onlinern die nötigen Hard- bzw- Software-Lösungen zur Verfügung stellen soll. ire
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