Instant Articles Verlage müssen sich an Facebook-Richtlinien halten

Dienstag, 23. Juni 2015
Facebook buhlt mit Instant Articles um Verlagsinhalte
Facebook buhlt mit Instant Articles um Verlagsinhalte
Foto: Facebook
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Facebook Chris Cox Instant Articles TU Berlin


Verlage und andere Medien müssen sich bei der Veröffentlichung von Artikeln auf Facebook an die Richtlinien des führenden sozialen Netzwerks halten. Das hat Facebook-Topmanager Chris Cox am Montag bei einem Auftritt an der Technischen Universität Berlin deutlich gemacht.
Wenn ein Inhalt den redaktionellen Grundsätzen eines Publishers genüge, dabei aber gegen die Facebook-Regeln verstoße, müsse sein Unternehmen den Inhalt leider entfernen, sagte der Chief Product Manager. Die Richtlinien von Facebook seien aber nicht starr, sondern entwickelten sich ständig weiter. Facebook hatte vor gut einer Woche den Dienst "Instant Articles" für Smartphones eingeführt, mit dem Medien direkt auf Facebook Inhalte veröffentlichen können. Bei der Entwicklung des Dienstes habe das Erlebnis der Anwender im Vordergrund gestanden. "Auf dem Smartphone zählt jede Sekunde (Wartezeit)." Wenn man auf Inhalte warten müsse, werde jedes positive Benutzererlebnis zerstört.

Stefan Plöchinger
Bild: Süddeutscher Verlag

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Den Studenten im Hörsaal der TU Berlin empfahl Cox, ihr unternehmerisches Glück nicht unbedingt im kalifornischen Silicon Valley zu suchen, sondern in Berlin zu bleiben. Für die Entwicklung der Branche sei es besser, wenn es eine Vielfalt von Standorten mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund gebe. dpa

Update: Im Nachgang der Veranstaltung stellte Facebook klar, dass das Unternehmen keinen "Eingriff in die journalistische Hoheit" der Verlage vornehmen werde. "An der TU Berlin wurde Chris Cox gefragt, was mit den Facebook Community Standards sei und wie gegebenenfalls bei einem Konflikt mit journalistischen Inhalten umgegangen würde", erläutert ein Facebook-Sprecher. "Daraufhin erläuterte Chris Cox diese Community Standards, die seit jeher gelten und Inhalte wie Mobbing, Hassrede oder Nacktheit verbieten. Es geht nicht um journalistische Inhalte, die davon nichts beinhalten. Die journalistische Hoheit liegt bei den beteiligten Zeitungen und Verlagen." ire
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