Instant Articles Springer will Leser auf Facebook zur Kasse bitten

Dienstag, 26. Mai 2015
Christoph Keese baut auf ein Bezahlsystem für journalistische Inhalte auf Facebook
Christoph Keese baut auf ein Bezahlsystem für journalistische Inhalte auf Facebook
Foto: ASV
Themenseiten zu diesem Artikel:

Facebook Axel Springer Christoph Keese Julian Reichelt


Der Ankündigung folgen Taten: Facebook arbeitet offenbar unter Hochdruck an einem Bezahlmodell für seine vor rund zwei Wochen auch in Deutschland gestarteten Instant Articles. Als Treiber der Paid-Strategie positioniert sich Axel Springer. "Der Leser, der ,Bild Plus'-Artikel auf Facebook lesen möchte, wird dafür künftig in gleichem Umfang bezahlen müssen wie auf Bild.de", sagt Christoph Keese im "Spiegel".

Im Rahmen der Instant Articles veröffentlicht Facebook in seiner Mobile-App nicht mehr nur Teaser und Links, sondern komplette Artikel und Videos, ohne die Nutzer auf die Website des jeweiligen Medienhauses weiterzuleiten. Im Gegenzug kümmern sich die Verlage selbst um die Werbevermarktung. Dass sich Springer allein auf Letzteres nicht verlassen will, hatte Julian Reichelt, Chefredakteur von Bild.de, schon zu Beginn der Kooperation angekündigt. Es sei vorgesehen, während der Testphase ein Bezahlmodell für journalistische Inhalte auf Facebook voranzutreiben, sagte er Mitte des Monats. "Wir haben mit Facebook schriftlich vereinbart, dass es so schnell wie möglich ein Bezahlsystem bei Instant Articles gibt", bekräftigte Springer-Manager Keese nun im "Spiegel".

Das notwendige Know-how hat sich das soziale Netzwerk mittlerweile mit dem Start-up Tugboat Yards geholt, das seit 2012 an der Monetarisierung der Inhalte von Blogs und Onlinemagazinen arbeitet. Zusammen mit Facebooks Produktteam für News und Video werden die Mitarbeiter ab Juli dieses Jahres auch an einem Bezahlmodell für Instant Articles arbeiten. kl

Meist gelesen
stats