Instagram Was der Interaktions-Rückgang für Marken bedeutet

Freitag, 17. Juni 2016
Mehr Inhalte, mehr Anzeigen: Bei Instagram führt das zu weniger Likes und Kommentaren
Mehr Inhalte, mehr Anzeigen: Bei Instagram führt das zu weniger Likes und Kommentaren
Foto: Instagram
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Interaktion Instagram Facebook


Instagram gehört auf vielen Samrtphone-Homescreens längst zum Inventar. Auch die Nutzerzahlen steigen weiterhin. Für die Interaktionen - also Likes und Kommentare - gilt einer Quintly-Studie zufolge das glatte Gegenteil: Innerhalb eines Jahres gingen die Interaktionen bei Profilen ab 1.000 Followern deutlich zurück. Ein Alarmsignal ist das nicht - gleichwohl sollten Marketer gewarnt sein.
Für die Studie wertete Quintly, ein auf Social-Media-Analyse spezialisiertes Unternehmen aus Köln, mehr als 10.000 Profile aus. Die meisten davon haben deutlich über 10.000 Follower, es handelt sich also um Marken, Prominente oder Social Influencer. Der Analyse zufolge stieg das Posting-Volumen im ersten Quartal 2016 zwar leicht an. Gleichzeitig gingen die Interaktionen bei Bildern durchschnittlich um 27 Prozent zurück, bei Videos sogar um 39 Prozent. Laut den Studienautoren kann es dafür zwei Gründe geben. Erstens: Je mehr Posts die Nutzer in ihrer Timeline sehen, desto strikter wählen sie aus, mit welchen Inhalten sie interagieren. Zweitens: Die Nutzer fremdeln mit dem Informations-Überfluss. Das wäre sowohl für Marken, die Instagram als Werbe-Kanal für sich entdecken, eine schlechte Nachricht, als auch für Instagram selbst, lebt die Facebook-Tochter doch von ihren Anzeigen-Erlösen.
(Bild: Quintly)
Wie Quintly bereits in einer zurückliegenden Untersuchung feststellte, durchlebt Instagram damit den normalen Reifungsprozess einer Online-Plattform. Die Quintessenz: Instagram wird als Marketing-Kanal nicht unbedingt unattraktiver. Aber es wird deutlich schwerer, Aufmerksamkeit zu generieren. Quintly rät Marketern daher, auf Instagram so authentisch wie möglich zu sein. Inhalte sollten den Nutzern so präsentiert werden, wie es auch deren Freunde tun würden. Einfach die Posting-Frequenz zu erhöhen, dürfte dagegen reichlich aussichtslos sein. ire
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