Instagram Stories bekommen Live-Funktion / Direct-Bereich wird zweites Snapchat

Montag, 21. November 2016
Instagram führt Live-Funktion ein.
Instagram führt Live-Funktion ein.
Foto: Instagram

Vor ein paar Wochen sind die ersten Gerüchte aufgetaucht, nun ist es offiziell: Instagram führt eine Live-Funktion ein. Zukünftig will die Facebook-Tochter Livestreaming innerhalb der Stories-Funktion erlauben. Außerdem überarbeitet die Foto-Plattform ihren Direct-Bereich und wird dadurch endgültig zum Snapchat-Klon.

Instagram rollt die Live-Streamingfunktion in den kommenden Wochen aus, wie es in einer Mitteilung heißt. Dann sollen die Nutzer in der Lage sein, Live-Content von bis zu einer Stunde Länge in ihren Stories zu teilen. Sobald ein Nutzer live sendet, erhalten die Freunde eine Benachrichtigung, ähnlich wie das auf Facebook bereits der Fall ist. Die Story verschwindet, sobald die Live-Übertragung beendet wird. Das im August gelaunchte Story-Feature hat laut Instagram-CEO Kevin Systrom mehr als 100 Millionen tägliche Nutzer.

Darüber hinaus erweitert Instagram auch seinen Direct-Bereich (Direktnachrichten) um eine Story-Funktion. Ab sofort haben Nutzer die Möglichkeit selbstlöschende Fotos und Videos per Direktnachricht an ausgewählte Freunde zu verschicken. Damit bietet Instagram nun also den exakt gleichen Service an wie Stories-Erfinder Snapchat. "Andere bekommen Stories über Direct nicht zu sehen, sodass ihr ganz bestimmte Momente mit ausgewählten Personen teilen könnt", heißt es in der Mitteilung. Wenn der Empfänger ein Foto oder Video gesehen hat, kann es noch ein weiteres Mal abgespielt werden – danach verschwindet es. Falls ein Video ein zweites Mal abgespielt oder ein Screenshot gemacht wurde, werden die Nutzer informiert. Auch das ist bei Snapchat abgekupfert.




Dass Instagram eine Live-Funktion einführt, wurde bereits vor wenigen Wochen spekuliert. Damals hatte ein russischer Nutzer einen "Live"-Schriftzug inmitten einer Instagram-Story angezeigt bekommen. Außerdem sei die Livestreaming-Möglichkeit "Go Insta!" angezeigt worden, wenn man innerhalb der App die Kamera-Funktion einschaltet. Die russische Plattform "T Journal" berichtete damals als erster darüber.
So sieht ein Live-Stream auf Instagram aus.
So sieht ein Live-Stream auf Instagram aus. (Bild: Instagram)
Der Schritt in Richtung Live-Content erscheint nun absolut logisch, immerhin hat es Mark Zuckerberg bekanntlich seit Längerem auf die TV-Werbebudgets abgesehen. Und die lassen sich mit Livestreaming besonders gut abzwacken - das hatte erst vor wenigen Tagen eine Livestreaming-Kampagne von McDonald's gezeigt. Mehr als sechs Millionen schauten bei der zwölfstündigen "BigMac-TV"-Show auf Twitter, Facebook und Youtube vorbei. ron

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