Instagram, Snapchat und Co Wie die dpa ihre Chef-Konferenz zum Multimedia-Ereignis macht

Montag, 22. Februar 2016
Immer mit dem Smartphone zur Stelle: David Rohde, CvD bei dpa video
Immer mit dem Smartphone zur Stelle: David Rohde, CvD bei dpa video
Foto: Screenshot Instagram / dpa_2016

Das Smartphone als stetiger Begleiter: Ihre alljährliche Konferenz der Chefredakteure hat die Deutsche Presseagentur (dpa) mit einem Social-Media-Feuerwerk begleitet. Neben etablierten Plattformen wie Facebook und Twitter kam auch die Hype-App schlechthin zum Einsatz: Snapchat.
Im Betahaus in Berlin-Kreuzberg trafen sich heute Mittag mehr als 100 Chefredakteure und Programmchefs (u.a. ARD-Mann Kai Gniffke, Bild-Chefin Tanit Koch und Christian Lindner, Chefredakteur der Rhein-Zeitung)  zur dpa-Chefredakteurskonferenz. Diskutiert wurde etwa die Glaubwürdigkeitskrise des Journalismus oder die Zukunft des Datenjournalismus. Außerdem stellten Roland Freund und Antje Homburger aus der dpa-Chefredaktion sieben Prototypen des "dpa next lab" vor - einer Einrichtung, in der über neue Produkte und Ideen im Journalismus getüftelt werden. Immer mit dabei: das Social-Media-Team um dpa-Nachrichtenchef Froben Homburger, Trainee Laura Lewandowksi und Redaktionsleiter dpa-Themendienst Christian Roewekamp. Sie machten das Treffen der hohen Tiere im Anzug zu einem multimedialen Ereignis und setzten sowohl auf etablierte Plattformen wie Facebook und Twitter als auch auf die Hype-App schlechthin: Snapchat.

Snapchat

Die App ist derzeit wohl die gefragteste überhaupt. Vor allem die junge Zielgruppe tummelt sich auf der Plattform, auf der versendete Bilder nicht länger als ein paar Sekunden zu sehen sind und dann verschwinden. Die dpa zeigte über Snapchat etwa Einblicke hinter die Kulissen der Veranstaltung, kurze Video-Interviews mit augewählten Gästen oder (Bewegtbild-)Impressionen während der Mittagspause. Und das im Minutentakt. Dutzende Aufnahmen sind entstanden, hier ein paar Screenshots:
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Twitter

Der USP des Kurznachrichtendienstes ist - natürlich - die kurze und schnelle Nachricht. Und genau dafür verwendete das dpa-Team die Plattform überwiegend. Wie bei Veranstaltungen dieser Art üblich, twitterten Froben Homburger und Co die wichtigsten und prägnantesten Zitate der Speaker und Interviewpartner sowie den ein oder anderen Einblick hinter die Kulissen.

Facebook

Auf der dpa-Facebookseite ist es an diesem Mittag im Vergleich zu den anderen Social-Media-Plattformen sehr viel ruhiger geblieben. Einzelne Themen sind sehr viel detaillierter ausgeführt worden, wie etwa die Vorstellung der sieben Prototypen aus dem "dpa next lab" (siehe Post unten). Kein Wunder, schließlich ist Facebook - anders als Twitter, Instagram oder Snapchat - nahezu prädestiniert für längere Inhalte und Bildershow.

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Posted by Deutsche Presse-Agentur on Montag, 22. Februar 2016

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Instagram

Instagram ist in der Regel kein Ort für Schnappschüsse sondern eher einer für Hochglanzfotos - häufig aufgehübscht mit Bearbeitungsfiltern. Und so kommen auch die Bilder daher, die die dpa während der heutigen Konferenz auf ihren Account hochgeladen hat. Nachrichtlich sind die Inhalte nicht, dafür ist die Plattform auch wenig geeignet. Viel eher finden sich auch hier behind-the-scenes, nur eben in besserer Optik.

Energie gibt's aus der Mate Flasche - wir sind ja schließlich Stilecht in #berlin ! #dpa2016 #instagram #socialmedia #journalism

Ein von dpa Deutsche Presse-Agentur (@dpa_2016) gepostetes Foto am

Na, wo sind denn so schnell alle hin?! Mittagspause für die Chefredakteure! #dpa16 #journalism #instafood #instagrammers #dpa

Ein von dpa Deutsche Presse-Agentur (@dpa_2016) gepostetes Foto am

Youtube

Für Bewegtbildinhalte, die sich Nutzer gerne häufiger ansehen möchten, gibt es ja immer noch Youtube. Anders als auf Snapchat, landen auf dem Account der dpa vor allem Inhalte, die von etwas höherer Relevanz sind, wie etwa Interviews mit Birgit Wentzien, Chefredakteurin des Deutschlandfunks, oder Oliver Michalsky, Stellvertretender Chefredakteur WeltN24. Allesamt Inhalte, die wahrscheinlich öfter gesehen werden wollen und deshalb nicht unbedingt in das vergängliche Snapchat-Universum passen.

Fazit

Das Social-Media-Team der dpa hat verastanden, wie man die unterschiedlichen Kanäle bespielt: Auf Twitter die prägnanten News und Zitate, auf Facebook die detaillierten Informationen und auf Snapchat die etwas nebensächlicheren aber dennoch unterhaltenden Behind-the-scenes. Einzig und allein auf Live-Streaming wurde an diesem Mittag verzichtet. Dabei gibt es mit Periscope oder neurdings auch Facebook Live attraktive Möglichkeiten. ron
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