Inmobi Deutschlandchef Oberbeck sagt für 2014 Verdoppelung der Mobile-Spendings voraus

Donnerstag, 19. September 2013
InMobi-Manager Jens Oberbeck erwartet 2014 den Durchbruch der mobilen Werbung
InMobi-Manager Jens Oberbeck erwartet 2014 den Durchbruch der mobilen Werbung

Im direkten Vergleich mit TV, Print und Online werden im Mobile-Markt derzeit noch kleine Brötchen gebacken. Gerade einmal 105 Millionen Euro werden wie berichtet in diesem Jahr laut einer BVDW-Prognose mit mobiler Werbung umgesetzt - wohlgemerkt brutto. Beim Wachstum kann allerdings keine Gattung auch nur annähernd mit Mobile mithalten. Jens Oberbeck, Deutschlandchef des Mobile-Vermarkters InMobi, prognostiziert für das kommende Jahr eine Steigerung der mobilen Werbeumsätze um 100 Prozent. "Ich halte es für realistisch, dass sich die Umsätze mit mobiler Werbung in Deutschland 2014 verdoppeln werden", sagte Oberbeck am Rande der Kölner Digitalmesse Dmexco gegenüber HORIZONT.NET. "Wir merken in den Gesprächen mit Kunden und Agenturen, dass ein Umdenken stattgefunden hat und dass Mobile extrem gepusht wird".

Seine positive Prognose begründet Oberbeck vor allem mit den technologischen Fortschritten. "Dass Kunden bislang teilweise vor mobiler Werbung zurückgeschreckt sind, hatte mitunter auch damit zu tun, dass die Agenturen und Vermarkter mit eigenen technischen Lösungen unterwegs waren und jeder sein eigenes Süppchen gekocht hat." Inzwischen gebe es am Markt aber deutlich verbesserte und standardisierte Tracking-Lösungen, die alle Player nutzen können und mit denen man auch Methoden aus der Onlinewerbung wie etwa Performance-Marketing auf Mobile übertragen könne. Der Vorteil: Auch das Reporting wird einfacher und für den Kunden nachvollziehbarer. "Durch die neuen Technologien sind wir in der Lage zu beweisen, dass mobile Werbung funktioniert", bringt es Oberbeck auf den Punkt.

Aus Sicht Oberbecks hat die Mobile-Industrie mit der Entwicklung technischer Standardlösungen für das Ad-Management die größten Wachstumshindernisse aus dem Weg geräumt. Mangelndes Interesse seitens der Werbeindustrie gibt es nach Eisnchätzung des InMobi-Chefs freilich nicht. "Angesichts der Bedeutung, die Smartphones heute im Leben der Konsumenten einnehmen und der hochwertigen Rich-Media-Werbeforme, die Mobile inzwischen bietet, haben die Unternehmen erkannt, dass sie sich auf diesem Kanal nicht mehr verstecken dürfen. Ich bin mir sicher, dass Mobile 2014 im Marketingmix von Werbungtreibenden einen festen Platz einnehmen wird", so Oberbeck.

Auch InMobi will 2014 weiter wachsen. Der auf Branding- und Performance-Kampagnen spezialisierte Mobile-Vermarkter, der mit seinen 9000 Partnern in Deutschland rund eine Milliarde Ad-Impressions generiert, will nach dem Office in Hamburg mit neun Mitarbeitern 2014 zwei weitere Niederlassungen eröffnen. Auch eine Mitgliedschaft in der AGOF ist geplant. mas
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