Influencer Marketing Wie Medienvermarkter mit der Bloggerschar anbandeln

Dienstag, 29. November 2016
Influencer Marketing ist derzeit ein boomendes Geschäft.
Influencer Marketing ist derzeit ein boomendes Geschäft.
Foto: HORIZONT

Gronkh, Snukieful, Laurencocoxo: Die TV-Konzerne und Verlage ringen um den richtigen Umgang mit Influencern – jenen Tausenden Hobby- oder Profi-Bloggern, die sich über Youtube, Facebook und Co einer bis zu siebenstelligen Anzahl von Jüngern präsentieren.

Um davon zu profitieren, bieten längst auch die klassischen Vermarkter ihren Werbekunden Kampagnenverlängerungen in Influencer-Kanäle an. Sie sehen dies meist als Ergänzung – und nicht als Alternative – zu Mediawerbung in Print, Digital oder TV, und auch das nur bei manchen Marken, Kampagnen, Kommunikationszielen und Zielgruppen. Sie bieten Influencer-Erweiterungen vor allem deshalb an, um den crossmedialen Ansprüchen ihrer Werbekunden zu genügen. Und um möglichst viele Kampagnenaufträge zu erhalten und dabei TV-, Print- und Internetwerbung verkaufen zu können – das ist schließlich ihr Geschäft.

In der Ausgabe 47/2016 vom 24. November analysiert HORIZONT die Influencer-Strategien der großen Medienhäuser. HORIZONT Online präsentiert daraus sieben Statements:

Carsten Schwecke, Digitalchef beim Axel-Springer- und Funke-Vermarkter Media Impact

Carsten Schwecke
Carsten Schwecke
"Auch wenn Influencer Marketing aktuell in aller Munde ist, setzen wir noch stärker auf unsere anderen nativen Kanäle, die deutlich planbarer und skalierbarer sind, statt auf eine Aneinanderreihung singulärer Maßnahmen."

Michael Samak, Geschäftsführer des Burda-Vermarkters BCN

Michael Samak
Michael Samak
„Mit Influencer Marketing können Medien zwar gute prozentuale Margen erzielen – bisher aber nur auf einem sehr geringen absoluten Niveau.“

Kolja Kleist, Director Customer & Brand Management bei Burda Forward

Kolja Kleist
Kolja Kleist (Bild: Burda)

„Um Influencer-Kanäle als eigenständig rentables Geschäftsmodell zu betreiben, müsste man eigene große Netzwerke aufbauen oder akquirieren.“

Frank Vogel, Sprecher der Geschäftsleitung G+J EMS

G+J-Manager Frank Vogel
G+J-Manager Frank Vogel (Bild: G+J)
„Auch ausschließliche Influencer-Kampagnen müssen für uns rentabel arbeiten. Ein Produkt, das allein den Verkauf klassischer Mediaflächen pushen soll, springt meiner Meinung nach zu kurz und würde im Markt auch kaum angenommen.“

Ronald Horstman, Geschäftsführer Studio 71 (Pro Sieben Sat 1)

Ronald Horstman
Ronald Horstman (Bild: dfv)
„Influencer Marketing ersetzt bei manchen Produkten und Zielgruppen klassische Kampagnen, etwa im Gaming-Markt.“

Brinja Schirrmacher, Digital-Produktchefin bei Bauer Advertising

„Mit Influencern zu arbeiten beinhaltet immer ein gewisses Restrisiko. Umso wichtiger ist vorab eine sorgfältige Qualitätsauswahl.“

Lars-Eric Mann, Verkaufschef beim RTL-Vermarkter IP

Lars-Eric Mann, Verkaufsdirektor Solutions bei IP Deutschland
Lars-Eric Mann, Verkaufsdirektor Solutions bei IP Deutschland (Bild: IP Deutschland)
„Wieso ein Youtuber minutenlang über die Vorzüge eines Beauty-Produkts philosophieren darf, ein für ein paar Sekunden in die Kamera gehaltener Schokoriegel im TV aber sofort die Aufsicht auf den Plan ruft, ist nicht zu verstehen.“

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