Immobilenportale Kartellamt nickt Übernahme von Immowelt durch Axel Springer ab

Dienstag, 21. April 2015
Axel Springer fusioniert seine Immonet-Gruppe mit Immowelt
Axel Springer fusioniert seine Immonet-Gruppe mit Immowelt
Foto: Screenshot Immowelt.de

Axel Springer kann wie geplant die Aufholjagd zum Marktführer bei den Immobilien-Portalen ImmobilienScout24 aufnehmen. Das Kartellamt habe den Zusammenschluss von Immowelt und Immonet genehmigt, teilte der Medienkonzern am Montagabend mit.
Springer hatte sich Anfang Februar den Konkurrenten Immowelt für 131 Millionen Euro geschnappt. Dieser wird nun mit der eigenen Plattform Immonet zusammengelegt. Springer hält dann 55 Prozent der Anteile an dem neuen Unternehmen. Mit dem Deal will der Konzern den Rückstand auf den Marktführer ImmobilienScout24 verkürzen. Auf Immonet und Immowelt können Nutzer Wohnungen und Geschäftsräume zum Kauf oder zur Miete suchen. Früheren Angaben eines Springer-Sprechers zufolge hatte Immowelt zuletzt 3,1 Millionen Besucher (Unique Visitors) monatlich, Immonet hatte 2,8 Millionen. Auf die Seite von ImmobilienScout24 kommen laut einer Sprecherin monatlich rund 8 Millionen Besucher. Gemeinsam mit AutoScout24 ist ImmobilienScout24 die größte Online-Plattform der Scout-Gruppe.

Um schneller zu wachsen, hatte der Konzern vergangenes Jahr öffentlich über einen Börsengang nachgedacht. Diese Überlegungen ändern sich laut einer Scout-Sprecherin nicht durch die Springer-Übernahme. "Wir halten uns weiterhin alle Optionen offen, stehen aber sicherlich nicht unter Druck."

Bei Springer sind Rubrikenangebote, also das Geschäft mit Kleinanzeigen im Internet, die am schnellsten wachsende Sparte. In den ersten drei Quartalen wuchs deren Umsatz um mehr als ein Fünftel und machte gut 16 Prozent der Gesamterlöse aus. Neben Immobilienportalen im In- und Ausland betreibt Springer auch das regionale Anzeigenportal meinestadt.de oder die Jobbörse Stepstone. dpa
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