"Ideat" G+J senkt Start-Copypreis und erhöht Druckauflage des geplanten Wohnmagazins

Donnerstag, 27. Juli 2017
Das Cover der französischen Ausgabe - die deutsche kommt im September
Das Cover der französischen Ausgabe - die deutsche kommt im September
Foto: G&J

Keine Sommerpause: Gruner + Jahr bereitet seinen dritten neuen Titel in diesem Jahr vor – „Ideat“. Das gehobene Einrichtungsheft (pardon: Interior-Magazin) erscheint in Lizenz des gleichnamigen französischen Titels. Wochen vor dem Start ändern sich noch ein paar Koordinaten.

Dass „Ideat“ am 13. September nach Deutschland kommt, ist bekannt. Alle zwei Monate soll das Magazin erscheinen, mit rund 220 Seiten und 100.000 gedruckten Heften; zunächst sollten es nur 80.000 Stück sein. Auch am Copypreis hat Publisher Matthias Frei geschraubt: Die angekündigten 8 Euro sollen erst 2018 greifen – für die beiden Ausgaben in diesem Jahr ruft er nur 6,50 Euro auf, als „attraktiven Kennenlern-Preis für ein Premiumprodukt“. Damit unterbietet er die erklärten Hauptwettbewerber „Architektur & Wohnen“ vom Jahreszeiten Verlag (8,90 Euro) und „Architectural Digest“ von Condé Nast (8 Euro) ziemlich deutlich.

Das Cover der französischen Ausgabe - die deutsche kommt im September
Das Cover der französischen Ausgabe - die deutsche kommt im September (Bild: G&J)
Mit der Preisaktion, der erhöhten Druckauflage und einer „außergewöhnlichen“ Kampagne der Hamburger Agentur Mayd mit einem Bruttovolumen von 1,6 Millionen Euro samt „unkonventionellen“ Guerilla- und Social-Media-Aktionen will G+J für die neue Marke „maximale Bekanntheit aufbauen und möglichst viele Leser in Kontakt mit dem Magazin bringen“. Das Segment sei klein, aber ertragsstark, „hat sich jedoch in den letzten Jahren nicht wirklich durch hohe Innovationskraft ausgezeichnet“, grüßt Frei die Wettbewerber. „Ideat“ sei internationaler als bestehende Titel, vor allem zeitgemäßer und weniger elitär. „Es gibt heute, wenn überhaupt noch, ganz andere Statussymbole als die, die von den etablierten Zeitschriften bedient werden“, sagt Chefredakteurin Bettina Billerbeck, zugleich auch weiterhin Chefin von „Schöner Wohnen“. Mehr zum Inhalt und zur Frage, welche verkaufte Auflage G+J mittelfristig anpeilt, wo die Anzeigenakquise leicht fällt – und wo offenbar noch etwas schwerer, lesen Abonnenten in der HORIZONT-Ausgabe 30/2017 vom 27. Juli.

In diesem Jahr hat G+J bisher zwei neue Magazine gestartet. Bei „Hygge“ ist es für eine erste Erfolgsbeurteilung noch zu früh; das „F Mag“ wird in Print nicht fortgesetzt. rp

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