IVW 4/2013 "Focus" verliert im Einzelverkauf fast 30 Prozent

Montag, 20. Januar 2014
Der "Focus" verlor trotz neuer Optik im Einzelverkauf fast ein Drittel
Der "Focus" verlor trotz neuer Optik im Einzelverkauf fast ein Drittel
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Focus Einzelverkauf Hubert Burda Media Gruner + Jahr


Bittere Zahlen für die großen Magazine: "Spiegel", "Stern" und "Focus" haben im 4. Quartal durch die Bank Auflage verloren. Das geht aus den heute veröffentlichten Zahlen der IVW hervor. Vor allem am Kiosk können die großen Magazine immer weniger Hefte verkaufen. Besonders steil ging es für den "Focus" nach unten: Das Magazin von Hubert Burda Media büßte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast 10 Prozent seiner verkauften Auflage ein: 509.983 Exemplare bedeuten ein Minus von 9,73 Prozent. Vor allem im Einzelverkauf lief es im 4. Quartal nicht gut: Im Schnitt verkaufte der "Focus" am Kiosk 74.214 Exemplare pro Ausgabe - ein heftiges Minus von 29,6 Prozent. Im Vorjahreszeitraum gingen im Schnitt noch rund 105.000 Exemplare pro Woche über die Ladentheke. Auch die Zahl der Abonnenten sank um 11,36 Prozent auf 180.486.

Auch der "Spiegel" verlor in den wichtigsten Kategorien Abonnement und Einzelverkauf, wenngleich nicht ganz so dramatisch: Die Zahl der Abos schrumpfte um 4,43 Prozent, im Einzelverkauf verlor das Nachrichtenmagazin knapp 9 Prozent auf 247.577 Exemplare. Insgesamt sank die verkaufte Auflage des "Spiegel" um 5,45 Prozent auf 842.322 Stück.

Vergleichsweise gut konnte sich der "Stern" behaupten - zumindest auf den ersten Blick: Unter dem Strich sank die verkaufte Auflage des Magazins von Gruner + Jahr lediglich um knapp 2 Prozent. Allerdings glich der Verlag die deutlichen Verluste in den harten Kategorien Abo (-9,72 Prozent) und Einzelverkauf (-11,63 Prozent) durch eine Ausweitung des Sonstigen Verkaufs um über 600 Prozent und eine Erhöhung der Bordexemplare um 14,58 Prozent größtenteils aus. dh
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