IVW 3/2016 "Bild" erneut zweistellig im Minus, "Handelsblatt" schafft Mini-Plus

Freitag, 21. Oktober 2016
Die Zeitungsbranche steht weiter unter Druck
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Bei den Auflagen der überregionalen Tageszeitungen dominieren weiterhin die roten Zahlen. Bis auf das "Handelsblatt" verzeichneten alle großen Blätter im 3. Quartal weiter sinkende Auflagen. Das geht aus den aktuellen Zahlen der IVW hervor. Am steilsten ging es erneut für die "Bild"-Zeitung bergab.
Die Boulevardzeitung von Axel Springer rutschte auch im 3. Quartal mit einer verkauften Auflage von 1.962.726 Exemplaren unter die Marke von 2 Millionen Exemplaren. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht das einem Minus von 10,9 Prozent. Der für die "Bild" existenzielle Einzelverkauf ging um 12,2 Prozent zurück. Auch die großen Qualitätszeitungen müssen weiterhin mit rückläufigen Auflagen leben: Die verkaufte Auflage der "Süddeutschen Zeitung" sank um 3,7 Prozent auf 358.365 Exemplare, die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" verlor 3,6 Prozent und erreichte damit noch eine verkaufte Auflage von 255.198 Exemplaren.

"Die Welt" (inklusive der "Welt Kompakt") kam im vergangenen Quartal noch auf eine verkaufte Auflage von 182.131 Exemplaren - ein Minus von 5,3 Prozent. In den harten Kategorien Abonnement und Einzelverkauf verlor die Tageszeitung von Axel Springer 11,0 beziehungsweise 9,5 Prozent.

Dem allgemeinen Abwärtstrend entziehen konnte sich einmal mehr das "Handelsblatt", das seine verkaufte Auflage um 1,7 Prozent ausbauen konnte - neben einem kleinen Abo-Plus um 405 Exemplare beziehungsweise 0,5 Prozent ist dafür allerdings auch eine Ausweitung der Sonstigen Verkäufe um 19,8 Prozent verantwortlich. 

Auch die überregionalen Wochenzeitungen sind durchweg im Minus - allerdings gibt es hier große Unterschiede: Die verkaufte Auflage der "Zeit" ist mit 490.947 Exemplaren weitgehend stabil ist (-1,2 Prozent). Auch die "Welt am Sonntag" kann sich mit 548.757 Exemplaren (-3,9 Prozent) relativ gut behaupten. Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" muss dagegen zum zweiten Mal in Folge ein herbes Minus verkraften: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum schrumpfte die verkaufte Auflage um 11,2 Prozent auf 245.128 Exemplare. dh



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