IVW 2/2013 Aktuelle Magazine mit heftigen Verlusten im Einzelverkauf

Freitag, 19. Juli 2013
Der Einzelverkauf des "Stern" sank im 2. Quartal um 11 Prozent
Der Einzelverkauf des "Stern" sank im 2. Quartal um 11 Prozent

Das 2. Quartal 2013 hat den großen Wochenmagazinen erneut keine erbaulichen Verkaufszahlen beschert. "Spiegel", "Stern" und "Focus" liegen in den harten Kategorien Abonnement und Einzelverkauf durchweg im Minus, die Kioskverkäufe von "Stern" und "Focus" gingen sogar im zweistelligen Prozentbereich zurück. Nur durch eine massive Ausweitung der Sonstigen Verkäufe und der Bordexemplare konnten die Verlage größere Auflagenverluste verhindern. Vor allem der "Stern" hat im zweiten Quartal kräftige Auflagenkosmetik betrieben: Die Zahl der Bordexemplare wurde im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 27 Prozent auf rund 165.000 Exemplare ausgeweitet, in der Kategorie Sonstige Verkäufe weist die IVW 25.795 Exemplare aus - ein Plus von rund 570 Prozent. Die Zahl der Abonnements ging im gleichen Zeitraum um rund 9 Prozent auf 229.148 zurück, im Einzelverkauf beträgt das Minus schmerzliche 11 Prozent. Im Schnitt wechselten im 2. Quartal 217.847 Exemplare des "Stern" am Kiosk den Besitzer. Unter dem Strich konnte Gruner + Jahr die Auflage mit 814.019 Stück im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stabil halten (2. Quartal 2012: 812.142 Stück) - allerdings liegt der Anteil der weichen Auflage mittlerweile bei über 20 Prozent.

Ein ähnliches Bild ergibt sich beim "Focus": Das Magazin konnte den positiven Trend der vergangenen Quartale nicht verstetigen. Der Einzelverkauf brach im Vergleich zum 2. Quartal 2012 um 22 Prozent auf 85.778 Exemplare ein, die Zahl der Abonnements ging um rund 9 Prozent auf 193.450 zurück. Die Zahl der Bordexemplare wurde im gleichen Zeitraum um 7 Prozent ausgeweitet, die Sonstigen Verkäufe stiegen um 177 Prozent auf über 21.000. Unter dem Strich konnte Hubert Burda Media den Verlust bei der verkauften Auflage auf 1,7 Prozent begrenzen. Insgesamt lag die verkaufte Auflage im 2. Quartal bei 541.606 Exemplaren.

Nicht ganz so stark hat der "Spiegel" gegengesteuert. Aber auch die Hamburger haben die Zahl der Bordexemplare um rund 15 Prozent aufgestockt. Die Zahl der Abos sank derweil um knapp 4 Prozent auf 422.262, im Einzelverkauf gingen im Schnitt 276.982 Exemplare über den Ladentisch - ein Minus von rund 7 Prozent. Unter dem Strich sank die verkaufte Auflage des Nachrichtenmagazins im 2. Quartal um 3 Prozent auf 878.954 Stück. dh
Meist gelesen
stats