IVW 2014/1 Weiter Minustrend im Blätterwald

Mittwoch, 23. April 2014
Die "Bravo" gehört zu den prozentual größten Verlierern bei der IVW 2014/1
Die "Bravo" gehört zu den prozentual größten Verlierern bei der IVW 2014/1


Das neue Jahr hat für die meisten deutschen Verlage so begonnen, wie das alte aufgehört hat - mit teilweise saftigen Auflagenverlusten. So ist die verkaufte Auflage der Tageszeitungen im 1. Quartal 2014 gegenüber dem Vorjahreszeitraum abermals um 2,7 Prozent auf nun 19,9 Millionen Stück gesunken, darunter die Einzelverkäufe gar um 6,3 Prozent. Dies meldet die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW). Die Wochenzeitungen können sich dagegen mit 1,7 Millionen verkauften Heften halbwegs stabil halten, während die Publikumszeitschriften 3,3 Prozent Auflage verlieren (im Einzelverkauf sogar 6,7 Prozent) und nun bei gut 104 Millionen verkauften Exemplaren landen. Zu den prozentual größten Verlierern gehört einmal mehr Bauers "Bravo", die gegenüber Vorjahresbeginn um 31 Prozent einbricht und nur noch 169.704 Hefte pro Woche verkauft. Ebenfalls tief im Minus rangieren die Computertitel, darunter " PC Welt" (46 Prozent auf 112.092 Stück) und Axel Springers "Computer Bild" (21 Prozent auf 391.977 Stück). Einbrüche melden auch die Gruner + Jahr-Titel "Neon" (minus 19 Prozent auf 178.169 Hefte) und "Capital" (minus 15 Prozent auf 137.480 Stück) sowie die Burda-Magazine "Playboy" (minus 19 Prozent auf 174.681 Hefte) und "Instyle" (minus 13 Prozent auf 410.235 Stück).

Und doch gibt es ein paar Lichtblicke in der aktuellen IVW-Statistik, zum Beispiel Dirk Mantheys "Eat Smarter", das um 36 Prozent auf 111.658 verkaufte Hefte zulegt, aber auch Bauers "Meins" (plus 35 Prozent auf 157.271 Exemplare), "Landidee" (plus 19 Prozent auf 286.270 Stück) und das Pendant "Mein schönes Land" (plus 10 Prozent auf 354.296 Hefte). Auffällig ist, dass "Landlust", die Mutter aller Landmagazine, diesmal stark verliert (11 Prozent) und mit 978.229 Verkäufen wieder unter die Milliongrenze rutscht.

Bei den aktuellen Dickschiffen fallen die Veränderungen meist nicht so stark aus. "Spiegel" und "Zeit" bleiben fast stabil und verkaufen 876.117 ("Spiegel") und 515.502 Hefte ("Zeit"), während es den "Stern" (minus 10,7 Prozent auf 742.662 Stück) und auch "Focus" (minus 6,4 Prozent auf 497.456 Verkäufe) härter trifft. rp
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