IVW 1/2017 "Bild" verliert erneut zweistellig, "Handelsblatt" legt gegen den Trend zu

Montag, 24. April 2017
Die Auflagen der großen Zeitungen bröckeln weiter
Die Auflagen der großen Zeitungen bröckeln weiter
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Handelsblatt IVW BamS Bild am Sonntag SZ FAZ


Bei den aktuellen IVW-Auflagenzahlen für das 1. Quartal 2017 dominieren einmal mehr die Minuszahlen: Bei den überregionalen Tageszeitungen kann sich lediglich das "Handelsblatt" dem allgemeinen Abwärtstrend entziehen. Am heftigsten erwischte es erneut die "Bild", die trotz der gemeinsamen Ausweisung mit der "Fußball-Bild" erneut zweistellig im Minus liegt.
Insgesamt kamen die drei Schwestertitel "Bild", die Berliner "B.Z." und die "Fußball-Bild" laut den jüngsten IVW-Zahlen im 1. Quartal auf eine verkaufte Auflage von 1,79 Millionen Exemplaren - ein Minus von 10,45 Prozent. Ohne die "B.Z." erreichen "Bild" und "Fußball-Bild" noch eine verkaufte Auflage von 1,69 Millionen Exemplaren. Damit gehört die "Bild" zu den größten Verlierern der aktuellen IVW-Ausweisung. Noch heftiger erwischte es die "Bild am Sonntag", deren Auflage bei einem Minus von 11,9 Prozent unter die Millionengrenze rutscht. Im Schnitt lag die verkaufte Auflage der "BamS" in den ersten drei Monaten des Jahres noch bei 891.800 Exemplaren.  Auch bei den anderen überregionalen Tageszeitungen setzt sich die Auflagenerosion fort, wenn auch nicht ganz so dramatisch. Die verkaufte Auflage der "Süddeutschen Zeitung" gibt um 4,2 Prozent auf 365.938 Exemplare nach - vor allem aufgrund des gesunkenen Einzelverkaufs, der mit 12,4 Prozent im Minus liegt. Die Zahl der Abos blieb mit 263.090 Exemplaren dagegen weitgehend stabil (-1,6 Prozent). 

In ähnlichem Ausmaß verlor auch die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", deren verkaufte Auflage um 4,9 Prozent auf 240.325 Exemplare sinkt. Bei den Abos verlor die "FAZ" allerdings deutlicher als die "SZ", nämlich 5,7 Prozent. 

Die Auflage der "Welt" (inkl. "Welt Kompakt") ging um 5,3 Prozent auf 170.531 Exemplare zurück, vor allem aufgrund der Reduzierung der Bordexemplare um rund 16 Prozent. Die Zahl der Abos sank vergleichsweise moderat um 2,5 Prozent auf 80.428, der Einzelverkauf spielt bei der "Welt" mit rund 12.000 Exemplaren ohnehin keine große Rolle mehr.  Von den großen überregionalen Blättern konnte sich einmal mehr allein das "Handelsblatt" erfolgreich gegen den allgemeinen Abwärtstrend stemmen. Die Wirtschaftszeitung steigerte ihre Auflage um 1,7 Prozent auf 125.861 Exemplare - allerdings trug dazu vor allem der Sonstige Verkauf mit einem Zuwachs um rund 18 Prozent bei. Immerhin blieb die Zahl der bezahlten Abos, die beim "Handelsblatt" den Löwenanteil der verkauften Auflage ausmacht, mit 85.861 stabil. dh
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