Hubert Burda Umstrukturierung bei "Bunte" und "Instyle" / Rund 10 Prozent Stellenabbau

Dienstag, 07. März 2017
Robert Pölzer ist seit Juli Chefredakteur der "Bunten", jetzt baut er seine Redaktion um
Robert Pölzer ist seit Juli Chefredakteur der "Bunten", jetzt baut er seine Redaktion um
Foto: Daniel Grund / Hubert Burda Media
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Die Transformation der Printbranche trifft jetzt die Burda-Flaggschiffe "Bunte" und "Instyle": Die beiden im vergangenen Jahr angetretenen Chefredakteure Robert Pölzer ("Bunte") und Kerstin Weng ("Instyle") modernisieren die Redaktionsstrukturen in München. Damit einher geht ein Stellenabbau von rund 10 Prozent.
Konkret sind insgesamt 16 Arbeitsplätze betroffen, zehn bei "Bunte", sechs bei "Instyle". Die Hälfte davon seien journalistischer Art, heißt es in einer Mitteilung von Burda Style. Außerdem das übliche: Für die betroffenen Mitarbeiter wolle man individuelle und möglichst sozialverträgliche Lösungen suchen, auch eine Weiterbeschäftigung im Konzern werde geprüft.
"Instyle"-Chefredakteurin Kerstin Weng streicht sechs Stellen
"Instyle"-Chefredakteurin Kerstin Weng streicht sechs Stellen (Bild: Burda Style)

Mit dem Schritt haben sich die beiden Chefredakteure - Weng ist seit Februar, Pölzer seit Juli 2016 im Amt - für eine Verschlankung und vor allem für eine Modernisierung der Redaktionsstrukturen ihrer Titel entschieden. Der Plan sei, einen "pragmatischen Einsatz redaktioneller Ressourcen bei beiden Marken in Angriff zu nehmen". Neben dem Stellenabbau seien deshalb auch Investitionen in digitale Ausstattung und Arbeitsweisen sowie in neue technologienahe Arbeitsplätze geplant, heißt es seitens Burda.
Sowohl die gedruckte "Bunte" als auch "Instyle" haben mit den in der Branche üblichen Auflagenrückgängen zu kämpfen. Nichtsdestotrotz verzeichnet People-Marktführerin "Bunte" im 4. Quartal 2016 eine hohe verkaufte Auflage von rund 464.000 Exemplaren - im Vergleich zum Vorjahresquartal ist das allerdings ein Minus von rund 7,3 Prozent. Bei "Instyle" rauschten die Verkäufe im selben Zeitraum um fast 19 Prozent in den Keller, die verkaufte Auflage rangierte im 4. Quartal 2016 bei rund 295.000 Exemplaren. Im Anzeigenmarkt performe aber gerade "Bunte", neben der „Freizeit Revue“ die Cashcow im Burda-Universum, sehr gut, ist aus München zu hören.

Deshalb gehe es bei den aktuellen Umstrukturierungen vor allem um eine Reaktion auf den strukturellen Wandel der Branche und um die Verwirklichung der Vorstellungen der beiden neuen Chefredakteure. Beide sind mittlerweile seit knapp einem Jahr im Amt und konnten die Strukturen und Arbeitsweisen in der Redaktion kennenlernen. Gerade das Team der "Bunten", das vor Pölzer fast 20 Jahre von Patricia Riekel geführt worden war, galt beispielsweise als relativ gut aufgestellt. Radikale Pläne wie einst bei Burdas Frauenzeitschrift "Donna", bei der 2016 das gesamte Redaktionsteam schlicht aufgelöst wurde, gebe es allerdings weder für "Bunte" noch für "Instyle". kan
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