Hubert Burda Media "Focus" will sich von 20 weiteren Redakteuren trennen

Mittwoch, 03. Mai 2017
"Focus"-Chefredakteur Robert Schneider
"Focus"-Chefredakteur Robert Schneider
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Der "Focus" baut weitere Arbeitsplätze ab. Der Verlag will sich in Berlin von rund 20 Redakteuren trennen - zusätzlich zu den betriebsbedingten Kündigungen durch den Umzug der Redaktion von München nach Berlin. Das berichtet der "Journalist".
Der Verlag hatte bereits Ende März angekündigt, dass man über die Stellenstreichungen hinaus - durch den Umzug der bislang noch in München verbliebenden Ressorts verlieren neun Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz - weiteren Mitarbeitern Abfindungen angeboten habe. Laut "Journalist" will Hubert Burda Media auf diesem Weg bis zu 20 weiteren Stellen einsparen.  Redakteure, die freiwillig ausscheiden, bekommen eine Abfindung von einem Monatsgehalt pro Jahr Betriebszugehörigkeit - Kurzentschlossenen wurden darüberhinaus mit einer "Sprinterprämie" von 0,2 Gehältern pro Jahr gelockt. Das Programm war bis Ende April befristet. Einen Sozialplan lehnte das Unternehmen ab. Die scheidenden Redakteure sollen durch ein Netzwerk freier Autoren und Korrespondenten ersetzt werden.

Seit Mai entsteht der "Focus" komplett in Berlin. Mit dem Umzug ging eine tiefgreifende Neustrukurierung der Redaktion einher: Statt der bislang elf gibt es nur noch die drei übergreifenden Ressorts "Politik und Wirtschaft", "Wissen und Gesundheit" und Kultur und Leben". Der Verlag begründete den erneuten Stellenabbau mit den veralteten Strukturen, die teilweise noch aus der Gründungszeit des "Focus" in den 90er Jahren stammten. dh
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