"House of Cards"-Erfinder Netflix muss mehr in Inhalte investieren

Mittwoch, 19. Februar 2014
Die Serie "House of Cards" ist der größte Erfolg von Netflix (c) Netflix
Die Serie "House of Cards" ist der größte Erfolg von Netflix (c) Netflix

Angesichts des wachsenden Wettbewerbs wird die US-Onlinevideothek Netflix 2014 mehr Geld für Content ausgeben müssen. "Nachdem Netflix Hollywood überzeugt hat, sich 2013 in das Geschäftsmodell einzukaufen, wird es nun härter werden, sich dieses Jahr den besten Content zu sichern", schreibt das Forschungsunternehmen Informa Telecoms & Media. "Wir prognostizieren, dass 2014 das Jahr sein wird, in dem das Inhalterechte-Pendel von Netflix wegschwingen wird", so Informa. Für die Produzentenseite bedeute ein härterer Wettbewerb zwischen den Videoplattformen steigende Umsätze und diese hätten daher wenig Interesse daran, Netflix dabei zu unterstützen, der alles bestimmende Anbieter zu werden, weil dieser dann den Produzenten die Preise diktieren könnte. Netflix müsse aufpassen, dass es nicht zu einem weiteren TV-Network verkomme, so Informa.

Netflix hatte bei der Vorlage seiner Bilanz für 2013 Ende Januar allerdings bereits angekündigt, in diesem Jahr mehr Geld in Inhalte investieren zu wollen. Rund 3 Milliarden Dollar - umgerechnet 2,2 Milliarden Euro - will das Unternehmen 2014 für Content ausgeben. In den kommenden 36 Monaten soll sich das Volumen auf satte 6,2 Milliarden Dollar summieren. Auch für Werbung will Netflix 2014 mehr ausgeben.

Der US-Dienst hat als einer der ersten begonnen, eigene Serien zu beauftragen. Am bekanntesten ist "House of Cards", dessen 2. Staffel Netflix vergangene Woche in den USA freigeschaltet hat. In Deutschland ist sie derzeit bei Sky zu sehen. Hierzulande ist Netflix bislang nicht vertreten. Das Unternehmen hat jedoch ebenfalls Ende Januar angekündigt, weiter zu expandieren. Deutschland, als größter europäischer Markt, dürfte weit oben auf der Liste stehen. pap
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