Handball WM 2015 Sky sichert sich die Übertragungsrechte

Montag, 29. Dezember 2014
Die Spiele von der Handball-WM aus Katar werden bei Sky zu sehen sein
Die Spiele von der Handball-WM aus Katar werden bei Sky zu sehen sein
Foto: IHF

Die deutschen Handball-Fans werden nach dem Verzicht von ARD und ZDF nun doch Live-Bilder von der WM 2015 in Katar zu sehen bekommen. Gesichert hat sich die Rechte am Ende Sky Deutschland. Der Pay-TV-Sender wird ab 15. Januar alle 88 Spiele des Turniers live übertragen, davon 50 als Gratis-Livestream. Der Rechtevertrag beinhaltet auch die Internet-, IPTV- und Mobile-Rechte für Deutschland und Österreich.
Die aus deutscher Sicht interessanten Partien gibt es allerdings nur für Abonnenten: Spiele der deutschen und österreichischen Nationalmannschaften "sowie ausgewählte Spitzenspiele" zeigt Sky seinen Kunden im Rahmen des Sport Pakets. Darunter fallen mindestens 15 Gruppenspiele, zwei Achtelfinal-Begegnungen, alle Viertel- und Halbfinalpaarungen, das Finale am 1. Februar sowie etwaige Platzierungsspiele der Nationalmannschaften aus Deutschland und Österreich. Sky mausert sich damit immer mehr zur Anlaufstation für Handball-Fans. Der Pay-TV-Sender aus Unterföhring zeigt seit dieser Saison bereits die Spiele der EHF Champions League. Bereits diese sei "seitens Sky ein klares Bekenntnis zum Handball als TV-Sport" gewesen, so Burkhard Weber, Senior Vice President Sports bei Sky Deutschland. "Als wir nun die Chance hatten, die WM in Katar doch noch im deutschen Fernsehen zu übertragen, haben wir das im Sinne der vielen Handball-Fans kurzfristig möglich gemacht. Wir freuen uns auf das nächste Wintermärchen."

Das Nachsehen hat Sport 1: Der Sender hatte ein Angebot für die Live-Rechte an allen WM-Spielen für die Verbreitung via Pay-TV und Online sowie Mobile abgegeben. Im Erfolgsfalle hätte man die Begegnungen auf dem Bezahlsender Sport1+ gezeigt. Auch Sportdeutschland.tv kommt damit nicht zum Zuge. Der Internet-Kanal des Deutschen Olympischen Sportbundes hatte ebenfalls Interesse an den WM-Rechten gezeigt.

Zuvor waren die Verhandlungen zwischen SportA, der Sportrechteagentur von ARD und ZDF, mit dem Rechtehalter BeIn Sports gescheitert. Das Tochterunternehmen des in Katar beheimateten TV-Netzwerks Al Jazeera habe ein verspätetes und inakzeptables Angebot gemacht, hieß es damals von Seiten der Öffentlich-Rechtlichen. Knackpunkt war der so genannte Overspill: Weil ARD und ZDF ihr Programm kostenlos auch ins Ausland übertragen, sah BeIN Sports die Exklusivrechte anderer europäischer Medienpartner gefährdet. Die Agentur hatte die Rechte für eine Rekordsumme von 80 Millionen Dollar erworben. ire
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