Handball ARD und ZDF erwerben EM-Rechte 2016 und 2018

Donnerstag, 19. November 2015
Der Handball kehrt ins öffentlich-rechtliche TV zurück
Der Handball kehrt ins öffentlich-rechtliche TV zurück
Foto: roostler/Fotolia

Einen Ärger wie in diesem Jahr mit der Handball-Weltmeisterschaft werden ARD und ZDF mit den Europameisterschaften 2016 und 2018 nicht haben: Die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten haben sich über ihre gemeinsame Sportrechte-Agentur SportA die Übertragungsrechte an beiden Turnieren gesichert.
Der Vertrag umfasst alle audiovisuellen Verwertungsrechte für Deutschland. Wie viel ARD und ZDF dafür bezahlen, wurde nicht bekannt. Übertragen werden alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft und weitere Höhepunkte. Die EM 2016 findet vom 15. bis zum 31. Januar in Danzig, Kattowitz, Breslau und Krakau statt. Die EM in Kroatien ist vom 12. bis 28. Januar 2018. "Handball hat eine lange Tradition in Deutschland und ist eine der erfolgreichsten TV-Sportarten", kommentiert ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky. "Nachdem das junge Team in der Qualifikation mit sehr guten Leistungen überzeugt hat, freuen wir uns, die deutsche Handball-Nationalmannschaft bei der kommenden EHF EURO in Polen und bestenfalls auch 2018 in Kroatien in den Programmen und Angeboten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks kompetent und umfassend präsentieren zu können."

ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz ergänzt: "Wir sehen den Übertragungen von beiden kommenden Handball-Europameisterschaften mit Beteiligung der deutschen Handball-Nationalmannschaft in unseren frei empfangbaren Programmen mit Freude entgegen, da der Handball-Sport bei sportlichen Großereignissen dieser Art ein TV-Highlight ist und wir dies daher gerne in unseren Sportangeboten zeigen."

Beide Manager dürften sich auch deswegen so erfreut zeigen, weil sie zu Beginn dieses Jahres auf die Übertragung der Handball-WM aus Katar verzichteten. Grund war, dass ARD und ZDF per Satellit in anderen Ländern kostenfrei und unverschlüsselt empfangbar sind. Das passte der Agentur beIN Sports, die die Rechte an der Handball-WM in Katar vermarktete, offenbar nicht, weil sie die Interessen anderer Sender gefährdet sah. Dies sorgte hierzulande für große Aufregung. Letztendlich sicherte sich der Pay-TV-Sender Sky die Rechte - und erzielte mit der Übertragung des Turniers sehr gute Quoten. ire
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