"Hamburger Morgenpost" DuMont Schauberg will offenbar Stellen abbauen

Mittwoch, 03. September 2014
Das Verlagshaus der "Hamburger Morgenpost"
Das Verlagshaus der "Hamburger Morgenpost"
Foto: DuMont Schauberg
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M. Dumont Schauberg Morgenpost Gegenwehr MDS


Nicht nur beim G+J-Flaggschiff "Stern" müssen Mitarbeiter gehen, auch ein paar Kilometer weiter bei der "Hamburger Morgenpost" (Mopo) soll offenbar Personal eingespart werden - dem Vernehmen nach will DuMont Schauberg jeden zehnten Angestellte in Redaktion und Verlag entlassen. Das geht aus einer Mitteilung des Betriebsrats hervor, der Gegenwehr ankündigte und zu einer Betriebsversammlung am 12. September lädt.
Nach Angaben des Betriebsrats plant die Geschäftsleitung den kompletten Anzeigen-Innendienst der "Mopo" abzubauen und die Tätigkeit an MZ Dialog in Halle, eine MDS-Tochter, zu vergeben. Durch diese Verlagerung würde Personal in der Anzeigenabteilung gekündigt werden; die Mediaberater sollen in eine neue Firma überführt werden. In der Redaktion sind die Stellen noch nicht bekannt. Insgesamt sollen mindestens zehn von 100 Arbeitsplätzen eingespart werden. Begründet werde dieser Einschnitt, so der Betriebsrat, höchstwahrscheinlich mit der wirtschaftlichen Lage sowie mit der Absicht, Kosten zu reduzieren. Nach eigenem Kenntnisstand erwarte man für dieses Jahr wie bereits in 2013 allerdings einen Gewinn, heißt es in der Mitteilung. Einen Verlust wird wohl aber erneut DuMont Media erwirtschaften.

Gegenüber dem Branchendienst "Meedia" hat DuMont Schauberg jedoch dementiert, bereits über einen Stellenabbau entschieden zu haben. Ziel sei vielmehr, Verlagsprozesse zu überprüfen, um Verbesserungspotenziale organisatorischer Art zu finden - dies sei bereits im Frühling angekündigt worden. fam
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