Halbjahresbilanz RTL Group wächst trotzt schwächerem 2. Quartal

Donnerstag, 25. August 2016
Die RTL-CEOs Anke Schäferkordt und Guillaume de Posch
Die RTL-CEOs Anke Schäferkordt und Guillaume de Posch
Foto: RTL Group

Die RTL Group ist trotz eines vergleichsweise schwachen 2. Quartals in den ersten sechs Monaten des Jahres erneut gewachsen. Vor allem die Mediengruppe RTL Deutschland und ein Einmaleffekt bei der französischen Tochter M6 bescheren dem TV-Konzern ein neues operatives Rekordergebnis. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde leicht nach oben korrigiert.
Der Umsatz der RTL Group stieg im ersten Halbjahr um 3,2 Prozent auf 2,88 Milliarden Euro. Wachstumstreiber waren vor allem das TV-Geschäft in Deutschland, Frankreich und in den Niederlanden sowie das stark wachsende Digitalgeschäft des Konzerns. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBIT) erreichte mit 580 Millionen Euro (+8,6 Prozent) sogar einen neuen Rekordwert. Der Gewinn sank wegen höherer Steuerbelastungen im Vorjahresvergleich indes leicht auf 341 Millionen Euro. Im 2. Quartal haben die Olympischen Spiele in Brasilien und die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich, die in den meisten Märkten von der Konkurrenz übertragen wurden, das Geschäft der Bertelsmann-Tochter belastet. Der Umsatz sank im Vorjahresvergleich um 2,3 Prozent auf 1,44 Milliarden Euro. Der Gewinn fiel auf 203 Millionen Euro (Vorjahr: 245 Millionen Euro). Eine Ausnahme im zweiten Quartal war der französische Markt. Dort hatte die zur RTL Group gehörende Group M6 Teile der EM wie das Finale zwischen Frankreich und Portugal übertragen.

Ins Jahr gestartet war die europäische Sendergruppe mit Sitz in Luxemburg dagegen noch mit einem deutlichen Plus. RTL-Chefin Anke Schäferkordt gab als Grund vorgezogene Ausgaben der Werbekunden vor den Spielen in Rio und der Fußball-EM im Juni an. Aufgrund des starken 1. Halbjahres korrigierte die RTL Group die Prognose für das Gesamtjahres-EBIT leicht nach oben und geht jetzt von einem Plus von 1 bis 2,5 Prozent aus. Beim Umsatz geht der Konzern unverändert von einem Wachstum von 2,5 bis 5,0 Prozent aus. Mit Material von dpa
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