Halbjahresbilanz Axel Springer senkt Umsatzprognose

Mittwoch, 03. August 2016
Springer knickt vor Google ein
Springer knickt vor Google ein
Foto: ASV

Axel Springer muss unter anderem wegen ungünstiger Währungskurse seine Umsatzprognose herunterschrauben. Der Medienkonzern rechnet damit, dass steigende Werbeerlöse die sinkenden Vertriebseinnahmen, zum Beispiel durch den Verkauf von Zeitungen und Zeitschriften, nicht mehr übertreffen werden. Als Grund werden vor allem Währungseffekte genannt. Erwartet werde deshalb nun ein Umsatz auf Vorjahresniveau, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Zuvor hatte Springer noch mit einem Umsatzplus im niedrigen einstelligen Prozentbereich gerechnet.
Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um 0,7 Prozent auf knapp 802 Millionen Euro. Der um Sondereffekte wie Zu- und Verkäufe bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebitda) blieb mit 147 Millionen Euro beim gleichen Wert wie ein Jahr zuvor. Unterm Strich wuchs der Gewinn für die Springer-Aktionäre um knapp 16 Prozent auf 56,5 Millionen. Im gesamten ersten Halbjahr wuchs der Umsatz um 0,5 Prozent auf 1585,3 Millionen Euro. Bereinigt um Konsolidierungs- und Währungseffekte - unter anderem fielen die Umsätze der Schweizer Aktivitäten durch die Einbringung in die Ringier Axel Springer Schweiz AG weg - hätte sich der Umsatz laut Springer um 5,3 Prozent erhöht. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg im ersten Halbjahr um 2,3 Prozent auf 272,9 Millionen Euro.

Während der Umsatz des Segments Bezahlangebote, zu denen unter anderem die Marken "Bild" und "Welt" gehören, wegen der Entkonsolidierung der Schweizer Aktivitäten um 5,6 Prozent auf 709 Millionen Euro sank, wuchs das Geschäft mit Rubrikenangeboten im Internet erneut deutlich. Der Umsatz des Segments stieg um 19,5 Prozent auf 424,7 Millionen Euro. Der Umsatz des Segments Vermarktungsangebote ging wegen diverser Verkäufe (unter anderem von Talpa Germany, Smart Adserver und Smarthouse Media) um 3,3 Prozent auf 414,1 Millionen Euro zurück. Insgesamt erzielten die digitalen Medien von Axel Springer im ersten Halbjahr ein organisches Wachstum von 11 Prozent und tragen mittlerweile 67 Prozent zum Gesamtumsatz bei. dpa/dh
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