Halbjahresbilanz 2017 Goldbach erwartet starkes Wachstum in Deutschland

Mittwoch, 30. August 2017
Michi-Frank, CEO Goldbach Group
Michi-Frank, CEO Goldbach Group
© Goldbach Group

Der Schweizer Medienkonzern Goldbach Group geht von einem weiter stark wachsenden Deutschland-Geschäft aus - allen aktuellen Diskussionen um eine Schwäche des TV-Marktes zum Trotz. Goldbach vermarktet hierzulande 20 Klein- und Kleinst-TV-Sender, darunter Welt der Wunder und den Auto Motor Sport Channel. Außerdem hat das Unternehmen Onlinevideo, Smart-TV und Digital-Out-of-Home im Portolio.
Im 1. Quartal ist der Bereich Ad Sales Deutschland um 50 Prozent gestiegen. Der Umsatz lag im 1. Halbjahr bei 5,3 Millionen Schweizer Franken. "Wir hatten eine gute Entwicklung in allen Geschäftsbereichen", betont Goldbach-CEO Michi Frank. Die Ziele, die Goldbach sich für das nur langsam in Gang gekommene Deutschland-Geschäft gesetzt hatte, seien damit erreicht. Gemessen am Gesamtumsatz von Goldbach, der in den ersten sechs Monaten bei 236 Millionen Franken lag, spielt Deutschland allerdings noch keine große Rolle. Die Bedeutung dürfte jedoch angesichts eines stagnierenden Schweizer Marktes tendenziell steigen. Goldbach profitiert von der starken Fragmentierung im deutschen TV-Markt und sieht darin für die Zukunft viele Chancen. Kleine Sender gewinnen im Zuschauermarkt auf Kosten der Großen Marktanteile. Das spiegelt sich auch in der Vermarktung wieder. "Goldbach hat sich in den Mediaplänen etabliert", so Frank. Goldbach Germany soll in diesem Jahr beim Umsatz die 10-Millionen-Grenze knacken und profitabel werden.

Das TV-Modell von Goldbach basiert darauf, dass Kleinstsender gebündelt und gemeinsam vermarktet werden. In der Quotenmessung der AGF taucht das Portfolio auch als ein Angebot auf. Damit werden diese auch in der Vermarktung interessanter. Das Inventar wird zum Teil programmatisch ausgeliefert, was die Kosten senkt. "Wir sind klein in den Markt hinein und versuchen, unseren Weg zu gehen. Wir haben großes Potenzial", sagt Frank. pap
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