HORIZONT Report Zeitungen Mit Paid Content und Social Media aus der Krise

Mittwoch, 18. Juni 2014
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Die Zeitungsbranche blickt in eine turbulente Zukunft: Intermedialer Wettbewerb, abwandernde Leserschaft, veränderte Mediennutzung. Die Verlage entwickeln in diesem Umfeld verschiedene Strategien, um ihre Blätter am Leben zu erhalten. Während die einen auf Paid Content setzen, experimentieren andere mit sozialen Netzwerken. Ein Titel versucht gar den Wechsel vom Generalisten zum Spezialisten. So der "Tagesspiegel", der den Spagat wagt zwischen Publikumsmedium und Fachtitel. Die Berliner versenden seit Ende Mai den werktäglichen Newsletter "Tagesspiegel Morgenlage" an 30.000 politische Entscheider und bieten darin einen Überblick über die wichtigsten Nachrichten aus Politik und Wirtschaft. Bereits seit Februar erscheint die "Tagesspiegel Agenda" als gedrucktes Buch, ebenfalls für Politprofis.

Report Zeitungen

Weitere Themen im Report Zeitungen in HORIZONT 25/2014

Print: Tageszeitung zwischen Generalist und Spezialist. 25

Paid Content: Verlage bauen ihr Geschäftsmodell um. 26

Interview: Marketingchef Röben über Werbung bei Rügenwalder Mühle. 28

Social Media: Regionalzeitungen suchen neue Zielgruppen. 30

Cases: Modernes Layout und Storytelling ausgezeichnet. 34

Umfrage: HORIZONT befragt Experten zur Print-Zukunft. 36

Die "Neue Osnabrücker Zeitung" wählt einen anderen Weg, und zwar über die Bezahlschranke. "Qualitativ hochwertige journalistische Inhalte dürfen nicht kostenlos sein", begründet Geschäftsführer Christoph Niemöller das 2014 eingeführte digitale Abomodell. Auf der Website noz.de sind nur noch 20 Artikel pro Monat kostenlos lesbar, danach wird der User zur Kasse gebeten.

Kommen die Zeitungshäuser bei Paid Content langsam in die Gänge, haben sie in einem anderen Bereich jedoch geschlafen: Social Media. So zumindest das Urteil von Thorsten Peters, Geschäftsführer von Pilot: "Die Social-Media-Reichweite von Medien wird meist noch nicht monetarisiert." Dennoch sind die Verlage bemüht: Die Zeitungs-Marketing-Gesellschaft hat 79 Verlage nach ihren Social-Media-Aktivitäten befragt und herausgefunden, dass 95 Prozent der Häuser im Netz engagiert sind. Der Schwerpunkt liegt auf Facebook (99 Prozent), gefolgt von Twitter (73 Prozent). Doch die Wirtschaftlichkeit dieser Aktivitäten bleibt ernüchternd. Zwar haben die Verlage in den sozialen Netzwerken eine beachtliche Reichweite aufbauen können, diese hat bislang jedoch keine Auswirkungen auf die Verlagsumsätze. hor

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