HORIZONT Print-Gipfel Synergieeffekte helfen Print nicht

Dienstag, 21. April 2015
Hält nicht viel von redaktionellen Synergien: Moritz von Laffert
Hält nicht viel von redaktionellen Synergien: Moritz von Laffert
Foto: Condé Nast

Manager versus Kreative: Bei der Frage, wieviel Synergien in Redaktionen sinnvoll sind, scheiden sich die Geister. In den vergangenen Jahren wurden im Rahmen von Sparprogrammen viele Abteilungen in Redaktionen zusammengelegt, mitunter auch ganze Redaktionen. Auf dem HORIZONT Print-Gipfel in Frankfurt waren sich die Diskutanten jedoch einig: Synergien behindern die Kreativität eher und nützen ihr nicht.
"Ich halte nicht viel von Synergieeffekten. Es ist sinnvoller, wenn man klar abgesteckte Claims hat", sagte Moritz von Laffert, Herausgeber Condé Nast Deutschland und Vice President Condé Nast International. Die eigenen Handschriften, wie bei den verschiedenen "Vogue"-Ausgaben weltweit, seien eine Voraussetzung für den Erfolg der Titel. Christoph Amend, Chefredakteur des "Zeit Magazin", teilt die Ansicht: "Man kann nicht die Kreativität für verschiedene Titel fusionieren", sagt er. Dass sich die Zeitschriften unterscheiden, auch in ihrer Weiterentwicklung ins Digitale, hält er für essenziell, um in dem hochkompetitiven Wettbewerbsumfeld zu bestehen.

Von Laffert und auch Volker Breid, Verlagsgeschäftsführer Motor Presse Stuttgart, gehen davon aus, dass Zeitschriften immer mehr zu einem "Genussmedium" werden (Breid). "Dieser Trend wird sich noch verstärken", sagt von Laffert. Die Magazine vor diesem Hintergrund gut zu positionieren, ist eine Grundvoraussetzung, um im veränderten Markt zu bestehen. pap
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