HORIZONT Bewegtbildgipfel "Dürfen nicht den Fehler machen, Google und Facebook alle Daten zur Verfügung zu stellen"

Donnerstag, 10. November 2016
Patrick Fischer beim HORIZONT Bewegtbildgipfel
Patrick Fischer beim HORIZONT Bewegtbildgipfel
Foto: Alex Grimm / Getty Images

Wer entscheidet in Zukunft darüber, welche Werbung wir auf dem TV-Screen sehen? Die Fernsehsender? Die Kabelnetzbetreiber? Oder Amazon, Facebook und Google? Geht es nach Sport-1-Media-Chef Patrick Fischer, gibt es an einem Grundsatz nichts zu rütteln: „Wer im linearen TV Werbung ausspielen möchte, kann das nur zusammen mit den Contentanbietern. Diese Tür bleibt zu und wird auch zu bleiben.“
Der Status quo in der deutschen Fernsehlandschaft ist folgender: Es gibt immer mehr  Verbreitungswege für Bewegtbild und dementsprechend immer mehr Akteure, die in dem lukrativen Geschäft mitverdienen wollen: die Geräteindustrie, Telekommunikations- und App-Anbieter, Kabelnetzbetreiber. Die Wertschöpfungsketten werden damit immer länger – doch wer gibt künftig den Ton an?  Die beim HORIZONT Bewegtbildgipfel diskutierenden Sendervertreter geben sich am Donnerstag selbstbewusst: Susanne Aigner-Drews, Geschäftsführerin Discovery Network in Deutschland, Österreich und der Schweiz, hält es vor allem im linearen TV für unverändert wichtig, zu bestimmen, was in den Werbepausen passiert. „Wir investieren jährlich 3 Milliarden Dollar in Inhalte – es muss einfach eine solide Möglichkeit geben, das zu refinanzieren.“ Natürlich würden sich die Märkte verändern, man sei allerdings noch weit davon entfernt, dass Kabelnetzbetreiber Zugriff auf Werbeinventar haben.

  • 43821.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43805.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43806.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43807.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43808.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43809.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43810.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43811.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43812.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43813.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43814.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43815.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43816.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43817.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43818.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43819.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43820.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43822.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43823.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43824.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43825.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43826.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43827.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43828.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43829.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43830.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43831.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43832.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43833.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43834.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43835.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43836.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43837.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43838.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43839.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43840.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43841.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43842.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43843.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43844.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43845.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43846.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43847.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43848.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43849.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43850.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43852.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43853.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43854.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43855.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43856.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43857.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43858.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43859.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43860.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43861.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43862.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43863.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43864.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43865.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43866.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43867.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43868.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43869.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43871.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43872.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43873.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43874.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43875.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43876.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43877.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43878.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43879.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43880.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43881.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43882.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
  • 43883.jpeg
    (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
Sport-1-Media-Geschäftsführer Fischer verweist zudem auf den Rundfunkstaatsvertrag, der hier als Schutzschirm fungiere. Neue Plattformen seien zwar vor allem im Sportbereich interessant und immer wieder auch im Test, „aber wir dürfen nicht den Fehler machen, Google und Facebook alle Daten zur Verfügung zu stellen. Werbung wird definitiv durch uns gesteuert.“

Florian Biechele, als Head of Product Management „Focus“ und Senior Brand Manager bei Burda auch für die TV-Streaming-App „TV Spielfilm live verantwortlich, ist auch Distributionspartner von Sport 1 Media und denkt überhaupt nicht daran, die Werbung der TV-Sender zu überblenden. Sie werde mit den Signalen einfach übernommen, ein gewissen Eigenanteil an Spots käme dazu. „Künftig denken wir höchstens darüber nach, anderen, kleineren Contentproduzenten eine Abspielplattform zur Verfügung zu stellen.“

Marc Lauriac, Commercial Director Northern Europe bei der Comcast-Tochter Freewheel, betont im Gegensatz zu seinen Vorrednern die Vorteile einer potenziellen Zusammenarbeit von Kabelnetzbetreibern und TV-Sendern. „Sie sind größer als gedacht, vor allem, wenn man an die Mess- und Targeting-Möglichkeiten denkt. Eine Gefahr, dass Telekommunikationsunternehmen die Werbung der Sender mit eigenen Spots überblenden könnten, sieht er nicht: „Sie verdienen ganz gut, solange der Sender ein gutes Programm macht.“ Als Musterbeispiel könne die „TV Everywhere“-App von Swisscom dienen, die in der Schweiz sehr stark genutzt werde. „Wenn Sender und Netzbetreiber in Europa nicht zusammenarbeiten, führt das höchstes dazu, dass die amerikanischen Unternehmen ihre Inhalte ungebremst in unserem Markt ausrollen“, warnt Lauriac. kan
Meist gelesen
stats