HORIZONT-Auflagencheck Wut-Cover des Spiegel funktioniert, Focus floppt mit der doppelten Merkel

Mittwoch, 11. Oktober 2017
Der "Focus" konnte Anfang September am Kiosk nicht überzeugen
Der "Focus" konnte Anfang September am Kiosk nicht überzeugen
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Während der Spiegel mit dem Wortspiel-Aufmacher "Alles wird Wut" am Kiosk gut wegging, konnte der Focus mit seinem Angela-Merkel-Wendecover Anfang September nicht überzeugen. Auch der Stern konnte im Einzelhandel mit seiner Titelstory über Berlin nicht glänzen.
Auch Wut kann manchmal Früchte tragen - zumindest wenn sie richtig kanalisiert wird. Der "Spiegel" verkaufte sich mit seiner Titelstory "Alles wird Wut" laut den jüngsten IVW-Zahlen Anfang September zumindest recht gut und erzielte einen soliden Einzelverkauf in Höhe von 213.330 Exemplaren - ein Plus von fast 10.000 Exemplaren im Vergleich zur Vorwoche. Der aktuelle Jahresschnitt im Einzelverkauf von rund 207.000 Exemplaren wurde ebenfalls übertroffen.  Weniger gut lief es für Focus und Stern. Der Focus fuhr mit seinem eigentlich aufmerksamkeitsstarken Wendecover "50 Gründe für Merkel / 50 Gründe gegen Merkel" gar den viertschlechtesten Einzelverkauf in diesem Jahr ein. Gerade einmal 54.778 Exemplare von Ausgabe 37 gingen über die Ladentheke. Zum Vergleich: Der aktuelle Jahresschnitt liegt bei rund 64.000 Exemplaren. 

Der Stern muss zum zweiten Mal in Folge einen schwachen Einzelverkauf hinnehmen. Ausgabe 37/2017 mit dem Aufmacher über Berlin verkaufte sich im Einzelhandel lediglich 165.683 mal und verfehlte den bisherigen Jahresschnitt in Höhe von rund 175.000 Exemplaren damit erneut klar. dh

Einzelverkauf von Spiegel, Stern und Focus

Quelle: IVW (Einzelverkauf in Tsd. Exemplaren)

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