HORIZONT-Auflagencheck WM-Erfolg lässt den "Stern" leuchten

Dienstag, 19. August 2014
Ausgabe 30 war die bislang bestverkaufte des Jahres
Ausgabe 30 war die bislang bestverkaufte des Jahres

Ironie der Geschichte: Nur wenige Tage, nachdem Gruner + Jahr die Trennung von Chefredakteur Dominik Wichmann bekannt gegeben hat, kann der "Stern" einen neuen Jahresbestwert im Einzelverkauf feiern. Die Ausgabe zum WM-Sieg der Fußball-Nationalmannschaft ging im Einzelhandel über 250.000 mal über die Ladentheke. Auch der "Focus" punktete mit der WM am Kiosk, der "Spiegel" verkaufte sich mit einem Titel zur Gefühlslage der Nation zumindest solide. Mit der Titelstory "Das Geheimnis von Rio - Was unsere Mannschaft so einzigartig macht" nutzte der "Stern" Mitte Juli geschickt die Begeisterung über den vierten Titelgewinn der deutschen Nationalelf. 252.603 Exemplare von Ausgabe 30/2014 wechselten im Einzelhandel den Besitzer - ein neuer Jahresbestwert. Zum Vergleich: Der aktuelle 3-Monats-Schnitt des Magazins liegt im bei rund 211.000 Exemplaren (nur Einzelverkauf). Insgesamt näherte sich die verkaufte Auflage des "Stern" damit seit geraumer Zeit wieder einmal der Marke von 800.000 Exemplaren - laut IVW lag sie bei 794.193 Stück.

Auch der "Focus" profitierte offensichtlich von der WM-Euphorie in Deutschland: Ausgabe 29, deren Titel offenbar kurzerhand noch umgestaltet wurde, verkaufte sich im Einzelverkauf 98.482 mal - der drittbeste Wert in diesem Jahr. Der 3-Monats-Schnitt von rund 75.000 Exemplaren wurde damit klar übertroffen.

Die Ausgaben 29 von "Focus" und "Spiegel"
Die Ausgaben 29 von "Focus" und "Spiegel"
Auch auf dem Cover des "Spiegel" dominierten in der Kalenderwoche 29 die Farben Schwarz-Rot-Gold - allerdings ging es bei dem Nachrichtenmagazin nicht um die WM, sondern um das aktuelle Lebensgefühl in Deutschland. Mit 249.726 Exemplaren verkaufte sich Ausgabe 29/2014 zwar sehr solide - im Schnitt lag der Einzelverkauf in den vergangenen drei Monaten bei rund 248.000 Exemplaren - ein ähnlicher Verkaufserfolg wie "Stern" und "Focus" blieb dem Hamburger Nachrichtenmagazin allerdings verwehrt. dh


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