HORIZONT-Auflagencheck "Stern" geht mit Sachsen-Bashing baden

Dienstag, 22. November 2016
Der "Stern" musste Ende Oktober am Kiosk eine Schlappe einstecken
Der "Stern" musste Ende Oktober am Kiosk eine Schlappe einstecken

Bittere Kiosk-Woche für "Stern" und "Focus": Beide Magazine verfehlten Ende Oktober im Einzelverkauf ihre Normalwerte deutlich. Auch der "Spiegel" blieb unter seiner normalen Flughöhe, schlug sich in Kalenderwoche 43 aber noch am besten.
Sachsen musste angesichts zahlreicher fremdenfeindlicher Übergriffe und der missglückten Festnahme des mutmaßlichen Terroristen Jaber Albakr in diesem Jahr in den Medien bereits reichlich Kritik einstecken. Der "Stern" setzte mit dem Aufmacher "Sachsen - Ein Trauerspiel" Ende Oktober noch einen drauf - am Kiosk verkaufte sich das Heft aber trotzdem nicht besonders gut. Ausgabe 43 ging im Einzelverkauf laut den jüngsten IVW-Zahlen lediglich 162.996 Mal über die Ladentheke - nur eine Ausgabe verkaufte sich in diesem Jahr bislang noch schlechter. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Einzelverkauf des Magazins von Gruner + Jahr lag in diesem Jahr bislang bei rund 186.000 Exemplaren. Ähnlich schlecht erging es dem "Focus": Ausgabe 43 mit dem mittlerweile x-ten Aufmacher zum Thema Immobilienkauf fand im Einzelhandel lediglich 55.508 Abnehmer. Nur vier Ausgaben liefen im laufenden Jahr noch schlechter. Der Jahresschnitt von rund 67.000 Exemplaren wurde um fast 12.000 Exemplare verfehlt.

"Der Spiegel" konnte zumindest im Vergleich zur Vorwoche wieder deutlich zulegen. Ausgabe 42 mit dem Aufmacher "Gier" über die tiefe Krise der Deutschen Bank verkaufte sich im Einzelhandel 213.496 Mal - den Jahresschnitt von aktuell rund 219.000 Exemplaren verfehlte das Hamburger Nachrichtenmagazin aber ebenfalls. dh

Einzelverkauf von "Spiegel", "Stern" und "Focus"

Quelle: IVW / Einzelverkauf in Tsd. Exemplaren


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