HORIZONT-Auflagencheck "Stern" fällt mit Anne Frank am Kiosk durch

Mittwoch, 18. Juni 2014
Die Titelgeschichte über Anne Frank funktionierte am Kiosk nicht gut
Die Titelgeschichte über Anne Frank funktionierte am Kiosk nicht gut

Die Kalenderwoche 20 war keine gute für die großen Wochenmagazine: Der "Stern" schrammte mit seinem Aufmacher über Anne Frank Mitte Mai nur knapp an einem neuen Tiefstwert vorbei, und auch die beiden Nachrichtenmagazine "Spiegel" und "Focus" verkauften sich nicht gut. Mit Titelgeschichten über die Zeit des Nationalsozialismus ist am Kiosk kein Staat mehr zu machen - diese Erfahrung musste im April bereits der "Spiegel" machen, der mit dem Aufmacher "Mein Vater, der Mörder" einen der schlechtesten Einzelverkäufe des Jahres einfuhr. Auch um den "Stern" mit der Titelgeschichte über das Vermächtnis von Anne Frank machten viele Käufer einen Bogen: Ausgabe 21/2014 kam im Einzelverkauf nicht über 192.485 Exemplare hinaus - der drittschlechteste Wert im laufenden Jahr. In der Woche zuvor konnte das Magazin von Gruner + Jahr mit seiner Titelgeschichte über New York noch über 226.000 Exemplare absetzen.

Aber auch "Spiegel" und "Focus" blieben in derselben Woche im Soll: Der "Focus" läutete mit einem Aufmacher zum Thema Fleisch die Grillsaison ein. Trotz DVD-Beilage gingen allerdings nur 70.512 Exemplare über den Ladentisch. In der Woche zuvor verkaufte das Magazin noch rund 5000 Exemplare mehr und auch der Drei-Monats-Schnitt von rund 79.000 verkauften Exemplaren wurde deutlich unterboten.

Auch "Focus" und "Spiegel" verkauften sich Mitte Mai nur mäßig
Auch "Focus" und "Spiegel" verkauften sich Mitte Mai nur mäßig
"Der Spiegel" blieb ebenfalls deutlich unter dem Normwert der vergangenen Monate: Ausgabe 20/2014 mit dem Aufmacher "Tod und Spiele" über die Fußball-WM in Brasilien ging 239.574 Mal über den Ladentisch - der Drei-Monats-Schnitt im Einzelverkauf liegt bei rund 250.000 Exemplaren. hor



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