HORIZONT-Auflagencheck "Spiegel" und "Focus" gehen mit Ernährungs-Titeln unter, "Stern" mit Schulz

Dienstag, 21. März 2017
Die großen Wochenmagazine mussten Mitte Februar eine Kiosk-Diät einlegen
Die großen Wochenmagazine mussten Mitte Februar eine Kiosk-Diät einlegen

Zum Beginn der Fastenzeit mussten sich auch die großen Wochenmagazine in Verzicht üben: "Spiegel" und "Focus" scheiterten am Kiosk mit Aufmachern zum Thema Fasten und Ernährung, der "Stern" fiel mit Martin Schulz auf die Nase. 
Vor allem "Stern" und "Spiegel" blieben Mitte Februar im Einzelverkauf deutlich unter ihren Normalwerten. Der "Stern" machte in der siebten Kalenderwoche mit Martin Schulz auf. Am Kiosk konnte das Magazin von Gruner + Jahr damit allerdings keinen Blumentopf mehr gewinnen, nachdem fünf Tage zuvor bereits "Spiegel" und "Focus" den damals frisch gekürten SPD-Kanzlerkandidaten auf dem Cover hatten. Mit einem Einzelverkauf von 158.510 Exemplaren verpasste der "Stern" seinen 12-Monats-Schnitt von rund 182.000 Exemplaren um rund 23.000 Exemplare.  Ähnlich schlecht erging es dem "Spiegel". Viele Gelegenheitsleser hatten offensichtlich keine Lust, sich zum Beginn der Fastenzeit von einem Aufmacher zum Thema Fleischkonsum Gewissenbisse einreden zu lassen und ließen das Nachrichtenmagazin am Kiosk links liegen. Die Folge: Der bislang schlechteste Einzelverkauf in diesem Jahr. Gerade einmal 192.025 Exemplare von Ausgabe 8/2017 gingen laut den jüngsten IVW-Zahlen in Supermärkten, Tankstellen und Kiosken über die Ladentheke. Zum Vergleich: Der 12-Monatsschnitt liegt aktuell bei rund 217.000 Exemplaren. 

Auch der "Focus" verkaufte sich mit einem Aufmacher zum Thema Fasten nicht besonders gut. Mit einem Einzelverkauf von 60.438 Exemplaren verfehlte das Nachrichtenmagazin seinen 12-Monatsschnitt in Höhe von rund 67.000 Exemplaren aber nicht ganz so dramatisch wie die beiden anderen Titel. dh

Einzelverkauf von "Spiegel", "Stern" und "Focus"

Quelle: IVW (Einzelverkauf in Tsd. Exemplaren)

Meist gelesen
stats