HORIZONT-Auflagencheck Schlechter verkaufen mit "Schlimmer Wohnen"

Dienstag, 10. Mai 2016
Der "Spiegel" fiel in Kalenderwoche 15 am Kiosk durch
Der "Spiegel" fiel in Kalenderwoche 15 am Kiosk durch

"Schlimmer Wohnen" titelte der "Spiegel" Anfang April und spürte der Wohnungsnot in deutschen Großstädten nach. Die zumeist gut betuchten Leser des Nachrichtenmagazins ließ die Titelgeschichte aber mehrheitlich kalt. Nur eine Ausgabe verkaufte sich in diesem Jahr noch schlechter.
Im Einzelverkauf gingen laut den jüngsten Zahlen der IVW 202.308 Exemplare von Ausgabe 15/2016 über die Ladentheke - der zweitschlechte Wert im laufenden Jahr. Zum Vergleich: Der Jahresschnitt liegt im Einzelverkauf aktuell bei rund 225.000 Exemplaren. Insgesamt lag die verkaufte Auflage der Ausgabe bei 775.032 Exemplaren. Auch für den "Focus" lief es im Einzelverkauf erneut nicht rund. Ausgabe 15/2016 mit der Titelgeschichte über die Zukunft des deutschen Autos ging Anfang April im Einzelverkauf lediglich 60.402 mal über die Ladentheke. Damit verfehlte das Heft den bisherigen Jahresschnitt in Höhe von rund 67.000 Exemplaren deutlich. Ende Februar war bereits der "Spiegel" mit einem ähnlichen Aufmacher über selbstfahrende Autos im Einzelverkauf auf die Nase gefallen. Insgesamt lag die verkaufte Auflage des "Focus" in dieser Woche bei 471.889 Exemplaren.

Etwas besser als in der Vorwoche, aber auch nicht wirklich überzeugend verkaufte sich der "Stern". Ausgabe 15 versprach "Kraft für die Seele" und verkaufte sich damit im Einzelverkauf immerhin 174.200 mal. Das waren zwar rund 4000 Exemplare mehr als in der Vorwoche, der Jahresschnitt von rund 190.000 Exemplaren wurde aber erneut klar verfehlt. Insgesamt erreichte der "Stern" in dieser Kalenderwoche eine verkaufte Auflage in Höhe von 703.660 Exemplaren. dh

Einzelverkauf von "Spiegel", "Stern" und "Focus"

Quelle: IVW (Einzelverkauf in Tsd. Exemplaren)


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