HORIZONT-Auflagencheck Misslungener Dezember-Auftakt für große Magazine

Mittwoch, 08. Januar 2014
Die Story über Edward Snowden ließ die Kiosk-Käufer kalt
Die Story über Edward Snowden ließ die Kiosk-Käufer kalt

Absturz statt Endspurt: Die großen Wochenmagazine "Spiegel", "Stern" und "Focus" sind denkbar schlecht in den Dezember gestartet. Der "Stern" konnte sich Anfang Dezember im Einzelverkauf nur knapp über der Marke von 200.000 Exemplaren halten, und auch die beiden Nachrichtenmagazine blieben deutlich unter den durchschnittlichen Verkaufszahlen der vergangenen Monate. Der NSA-Skandal lässt die meisten Deutschen nach wie vor kalt. Diese bittere Erfahrung musste auch der "Stern" Anfang Dezember machen. Die Ausgabe vom 5. Dezember 2013 über die Vertraute des Whistleblowers Edward Snowden fand am Kiosk zumindest vergleichsweise wenige Käufer: Mit gerade einmal 201.663 Exemplaren war Ausgabe 50/2013 im Einzelverkauf die drittschwächste des Jahres.

Auch in den beiden Wochen zuvor konnte die Illustrierte von Gruner + Jahr am Kiosk nicht glänzen: Nach den erst jetzt von der IVW veröffentlichten Zahlen lag der Einzelverkauf von Ausgabe 47 bei 208.321 Exemplaren, Ausgabe 48 ging immerhin 220.321 mal über den Ladentisch. Damit lagen alle drei Ausgabe unter dem Drei-Monats-Schnitt von rund 221.000 Exemplaren.

Auch der "Focus" verkaufte sich Anfang Dezember nicht gut: Die Titelstory "Die gekaufte Braut" über die Folgen der Großen Koalition fand im Einzelverkauf lediglich 63.459 Käufer. In den beiden Wochen zuvor konnte das Magazin von Hubert Burda Media immerhin jeweils rund 70.000 Exemplare im Einzelhandel absetzen: Ausgabe 47 ging laut IVW 70.169 mal über den Ladentisch, von Ausgabe 48 wurden 69.969 Exemplare verkauft. Zum Vergleich: Der-Monats-Schnitt des "Focus" im Einzelverkauf liegt bei 76.000 Exemplaren.

Auch "Focus" und "Spiegel" erzielten nur mäßige Verkaufszahlen
Auch "Focus" und "Spiegel" erzielten nur mäßige Verkaufszahlen
"Der Spiegel" war im gleichen Zeitraum ebenfalls kein Bestseller: Ausgabe 49 mit dem Aufmacher "Das Superhirn" blieb mit 239.345 am Kiosk ebenso unter dem Schnitt der letzten Monate wie die Ausgaben 47 mit 255.186 Exemplaren und 48 mit 226.741 verkauften Exemplaren. Der Drei-Monats-Schnitt des Hamburger Nachrichtenmagazins liegt bei rund 261.000 Exemplaren. hor

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