HORIZONT-Auflagencheck Miese Kiosk-Woche für "Spiegel", Stern" und "Focus"

Dienstag, 11. April 2017
Die drei großen Wochenmagazine verkauften sich Mitte März allesamt schlecht
Die drei großen Wochenmagazine verkauften sich Mitte März allesamt schlecht
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Der Spiegel Der Stern Focus Einzelverkauf Türkei IVW


Seltene Eintracht bei den großen Wochenmagazinen: "Spiegel", "Stern" und "Focus" schnitten Mitte März am Kiosk allesamt ähnlich schlecht ab und verzeichneten jeweils den drittschlechtesten Einzelverkauf des Jahres. 
"Spiegel" und "Stern" hatten in der Kalenderwoche 11 beide mit dem damals eskalierenden Konflikt mit der Türkei aufgemacht - und landeten im Einzelverkauf deutlich unter ihren Normalwerten. Laut den jüngsten IVW-Zahlen verkaufte der "Spiegel" von Ausgabe 11/2017 im Einzelhandel 196.571 Exemplare und blieb damit zum zweiten Mal in Folge unter der Marke von 200.000 Exemplaren. Der aktuelle 12-Monatsschnitt in Höhe von rund 215.000 Exemplaren wurde damit um rund 19.000 Exemplare verfehlt. Im Vergleich zur Vorwoche zeigte die Formkurve immerhin wieder leicht nach oben.
Noch schlechter lief es für den "Stern": Ausgabe 11 verkaufte sich an Kiosken, Tankstellen und Supermärkten trotz seines provokativen Erdogan-Titels lediglich 158.762 Mal. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Einzelverkauf der vergangenen 12 Monate liegt bei 181.000 Exemplaren. 

Der "Focus" entschied sich in dieser Woche für ein anderes Titelthema und machte mit dem etwas kryptischen Titel "Die Inflation-Zins-Falle" auf. Am Kiosk fiel allerdings auch dieses Thema durch: Mit einem Einzelverkauf von 56.405 Exemplaren verfehlte das Magazin von Hubert Burda Media den Jahresschnitt von rund 66.000 Exemplaren um rund 10.000 Exemplare. Im Vergleich zur Vorwoche brach der Einzelverkauf sogar um fast 20.000 Exemplare ein. dh

Einzelverkauf von "Spiegel", "Stern" und "Focus"

Quelle: IVW (Einzelverkauf in Tsd. Exemplaren)

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