HORIZONT-Auflagencheck Käufer strafen "Stern" für Wahl-Aufmacher ab

Mittwoch, 23. Oktober 2013
Auch der Einzelverkauf von "Stern" Nr. 39 war zum Zittern
Auch der Einzelverkauf von "Stern" Nr. 39 war zum Zittern

Der "Stern" hat mit einem Aufmacher zur Bundestagswahl eine heftige Bauchlandung hingelegt. Die Ausgabe, die in der Woche vor der Wahl erschien, verkaufte sich am Kiosk so schlecht wie keine zuvor seit Beginn der IVW-Auflagenmessung. Auch der "Spiegel" konnte mit seiner Titelstory über Nichtwähler keinen Erfolg feiern. Allein der "Focus" verkaufte sich am Kiosk mit einem klassischen Aufmacher zum Thema sanfte Medizin überdurchschnittlich gut. Aufmacher zu politischen Themen scheinen am Kiosk zunehmend ein Verkaufshemmnis zu sein: Der "Stern" verkaufte in der Woche vor der Bundestagswahl mit der Titelgeschichte "Das große Zittern" über den Endspurt im Wahlkampf am Kiosk gerade einmal 194.435 Exemplare - ein neues Allzeittief. Zum Vergleich: Im zurückliegenden 3. Quartal lag der durchschnittliche Einzelverkauf im Schnitt bei ohnehin nicht berauschenden 236.661 Exemplaren pro Ausgabe.

"Der Spiegel" gab in Ausgabe 38/2013 Wahlverweigerern einen mit ("Wie Nichtwähler die Demokratie verspielen"). Doch auch der mahnende Zeigefinger des Sturmgeschützes der Demokratie kam am Kiosk nicht besonders gut an: Mit einem Einzelverkauf von 256.847 Exemplaren blieb auch das Hamburger Nachrichtenmagazin im Soll. Im 3. Quartal hatte der "Spiegel" im Schnitt knapp 298.048 Exemplare pro Ausgabe verkauft.

Flop und Top: Die Ausgabe 38 von "Spiegel" und "Focus"
Flop und Top: Die Ausgabe 38 von "Spiegel" und "Focus"
Der "Focus" setzte in der Kalenderwoche 38 dagegen erfolgreich auf ein klassisches Service-Thema und überzeugte mit dem Aufmacher "Die Wahrheit über sanfte Medizin" am Kiosk 90.648 Käufer - 12.000 mehr als in der Vorwoche und rund 8000 mehr als der durchschnittliche Einzelverkauf im 3. Quartal (82.031 Exemplare). hor
Meist gelesen
stats