HORIZONT-Auflagencheck Der Spiegel holt mit der "Schulz-Story" den drittbesten Einzelverkauf des Jahres

Dienstag, 07. November 2017
Die "Schulz-Story" des Spiegel verkaufte sich sehr gut
Die "Schulz-Story" des Spiegel verkaufte sich sehr gut

Die Reportage von Markus Feldenkirchen über den gescheiterten SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz hat dem Spiegel nicht nur viel Lob eingebracht, sondern auch sehr gute Verkaufszahlen. Der Stern punktete am Kiosk eine Woche später mit der "Akte Becker", der Focus verkaufte sich in den Kalenderwochen 40 und 41 dagegen nicht gut. 
Wegen der Feiertage in der vergangenen Woche hat die IVW nun die Heftauflagen für zwei Wochen veröffentlicht. Und die sind vor allem für Spiegel und Stern sehr erfreulich. So kann sich der Spiegel über den drittbesten Einzelverkauf in diesem Jahr freuen. Die "Schulz Story", für die Spiegel-Reporter Markus Feldenkirchen den SPD-Vorsitzenden 150 Tage lang im Wahlkampf begleitete, bescherte dem Hamburger Nachrichtenmagazin laut den jüngsten IVW-Zahlen einen Einzelverkauf in Höhe von 242.333 Exemplaren. Zum Vergleich: Der aktuelle Jahresschnitt im Einzelverkauf liegt bei rund 207.000 Exemplaren. Ausgabe 41 mit der vielfach kritisierten Titelgeschichte "Die unheimliche Macht" über ARD und ZDF verkaufte sich mit 215.169 Exemplaren am Kiosk zwar deutlich schlechter, aber immer noch sehr solide.
Die Akte Becker bescherte dem Stern gute Verkaufszahlen
Die Akte Becker bescherte dem Stern gute Verkaufszahlen
Der Stern konnte am Kiosk vor allem in Kalenderwoche 41 überzeugen: Die Ausgabe mit der Titelgeschichte die "Akte Becker" wechselte im Einzelverkauf 176.875 Mal den Besitzer - immerhin der beste Wert seit sechs Wochen. Der Jahresschnitt von aktuell rund 174.000 wurde damit um rund 3000 Exemplare übertroffen. Eine Woche zuvor blieb das Magazin von Gruner + Jahr mit dem Aufmacher "Die Machtprobe" zum Ergebnis der Bundestagswahl mit 171.435 verkauften Exemplaren dagegen leicht im Soll.  Sehr mäßig lief es in beiden Wochen für den Focus: Während die aktualisierte Ausgabe 39 zur Bundestagswahl am Kiosk noch gut funktionierte, fanden von Ausgabe 40 mit der überdramatisierten Schlagzeile "Endspiel" im Einzelhandel nur 54.152 Exemplare einen Abnehmer. Sogar noch etwas schlechter lief es eine Woche später: Ausgabe 41/2017 mit der Titelstory "Das wollen die Deutschen wirklich - Die exklusive Focus-Studie" ging nur 53.153 Mal über den Tresen. Damit gehören die beiden Ausgaben 40 und 41 im Einzelverkauf zu den schwächsten in diesem Jahr. Nur vier Ausgaben verkauften sich 2017 noch schlechter. dh

Einzelverkauf von Spiegel, Stern und Focus

Quelle: IVW (Einzelverkauf in Tsd. Exemplaren)

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