HORIZONT-Auflagencheck "Das zerstörte Sommermärchen" war kein Kiosk-Hit

Dienstag, 17. November 2015
"Das zerstörte Sommermärchen" sorgte für Schlagzeilen, aber nicht für Umsatz
"Das zerstörte Sommermärchen" sorgte für Schlagzeilen, aber nicht für Umsatz
Foto: Collage HORIZONT

"Das zerstörte Sommermärchen" über die Unregelmäßgkeiten bei der Vergabe der Fußball-WM 2006 war eine der schlagzeilenträchtigsten "Spiegel"-Stories seit langem. Den Einzelverkauf konnte die Ausgabe aber trotzdem nur bedingt ankurbeln. Nicht besonders toll lief es Mitte Oktober auch für "Stern" und "Focus".
Mit einem Einzelverkauf von 244.361 Exemplaren blieb Ausgabe 43 des "Spiegel" sowohl unter dem bisherigen Jahresschnitt von rund 246.000 Exemplaren als auch unter dem letzten Quartalsschnitt in Höhe von rund 249.000 Exemplaren. Offenbar interessierte sich die große Mehrheit der Fußballfans nicht sonderlich für die schwarzen Kassen bei der Vergabe der WM 2006. Der "Focus" setzte in der gleichen Woche einmal mehr auf das Thema Flüchtlinge und fragte provokativ: "Braucht Deutschland einen Zaun?". Am Kiosk ging die Taktik allerdings nicht auf: Mit gerade einmal 69.933 verkauften Exemplaren blieb auch der "Focus" weit unter dem Jahresschnitt von rund 80.000 Exemplaren und dem durchschnittlichen Einzelverkauf des 3. Quartals in Höhe von rund 76.000 Exemplaren.

Auch beim "Stern" dürfte der Vertrieb angesichts der jüngsten IVW-Zahlen nicht in Jubel ausbrechen: "Die Geheimnisse des Waldes" lockten am Kiosk ebenfalls nur unterdurchnittlich viele Käufer an. Mit einem Einzelverkauf von 191.173 Exemplaren blieb auch das Magazin von Gruner + Jahr im Soll. Zum Vergleich: Der bisherige Jahresschnitt im Einzelverkauf liegt bei 212.000 Exemplaren, im vergangenen Quartal konnte der "Stern" rund 209.000 Exemplare im Einzelhandel absetzen. dh

Einzelverkauf von "Spiegel", "Stern" und "Focus"

Quelle: (IVW / Tsd. Exemplare)


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