Gruner + Jahr Wochentitel "Frei" startet nächste Woche

Donnerstag, 04. Februar 2016
Hans-Peter Junker
Hans-Peter Junker
Foto: Kristoffer Finn
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G+j Frauenmagazin Hans-Peter Junker Gruner + Jahr Burda


G+J ist so frei: Bereits am Freitag kommender Woche geht es los. Dann startet der Verlag das wohl größte Print-Abenteuer seiner jüngeren Geschichte. Das wöchentliche Frauenmagazin "Frei" erscheint mit riesiger Druckauflage – und provoziert mächtige Gegner.

Nach zahlreichen teils sehr erfolgreichen neuen Monats-, Zweimonats- oder Quartalstiteln – allein im vergangenen Jahr hat G+J acht davon gestartet („Barbara“, „Stern Crime“) – wagen sich die Hamburger nun wie angekündigt in ein für sie neues Segment vor, in das der Unterhaltungs- und Service-Frauenzeitschriften. Und das bedeutet: Wochentakt und am Vertriebsmarkt orientiert.

"Frei" heißt das neue Magazin, in der G+J-Marketing-Orthographie kleingeschrieben und mit dynamischem Ausrufungszeichen dahinter. Mit dem Titel sollen die Leserinnen "das schöne Freitagabend- und Wochenendgefühl die ganze Woche über genießen können", sagt Chefredakteur Hans-Peter Junker, bisher und auch weiterhin Boss des monatlichen "Stern"-Ablegers "View".

Jeden Freitag soll „Frei“ mit 70 bis 100 Seiten Umfang zum Copypreis von 1,90 Euro erscheinen; damit liegt man am oberen Ende des auflagenträchtigen, aber dicht besetzten Segments. 500.000 Hefte will G+J zumindest am Anfang in den Markt drücken und mit einer inhouse entwickelten Werbekampagne lautstark betrommeln – größer könnte die Kampfansage vor allem an Bauer ("Tina"), Burda ("Lisa"), Funke ("Bild der Frau") und Klambt ("In") kaum ausfallen.

Doch Gruner + Jahrs mutiger Vorstoß ergibt Sinn. Warum, von welchen Fragen der Erfolg des Versuchs abhängt und wie sich "Frei" von anderen Women’s Weeklys unterscheiden will – das lesen Abonnenten in der HORIZONT-Ausgabe 5/2016, die am Donnerstag, 4. Februar erscheint. rp

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