Gruner + Jahr Adblock-Quote auf Geo.de sinkt um mehr als 40 Prozent

Dienstag, 22. März 2016
Oliver von Wersch auf dem Digital Innovator's Summit
Oliver von Wersch auf dem Digital Innovator's Summit
Foto: Ole Bader/sandwichpicker.com
Themenseiten zu diesem Artikel:

Gruner + Jahr Adblocker G+j


Oliver von Wersch belegt beim Digital Innovators‘ Summit in Berlin die Wirkung der verschiedenen Maßnahmen von Gruner + Jahr gegen Adblocker. Auf Geo.de ist die Adblock-Quote um 43 Prozent gesunken, auf der Website von „Essen & Trinken" um 38 Prozent - die absoluten Zugriffszahlen sind dabei relativ gleich geblieben.

Auch auf den Online-Auftritten von "Schöner Wohnen“ (minus 28 Prozent) und „Living at Home“ (minus 27 Prozent) gingen die Zahlen nach der Einführung einer Zugangseinschränkung zurück. G+J bittet Besucher auf insgesamt sieben seiner Websites, ihren Werbeblocker auszuschalten oder andernfalls für die Nutzung des Portals zu bezahlen.

„Qualitätsjournalismus wird immer Geld kosten, und das wird entweder von Werbekunden oder von den Nutzern bezahlt“, sagt G+J-Digitalmann von Wersch und sieht das Verständnis der User durch die Zahlen bestätigt.
Geo Adblocker
Bild: Screenshot Geo.de

Mehr zum Thema

Nach erfolgreichem Test Gruner + Jahr sperrt Adblocker-Nutzer auf weiteren Websites aus

Auf Brigitte.de, Gala.de und der Community Urbia.de experimentieren die Hamburger bislang nur mit einer expliziten User-Kommunikation zum Thema, bei der Nutzer auf den Zusammenhang zwischen Werbung und der Finanzierung der Website hingewiesen werden - verbunden mit der Bitte, den Adblocker abzuschalten. Laut von Wersch ist auch diese Variante erfolgreich: Auf Urbia.de verzeichnet G+J einen Rückgang der Adblock-Quote um 27 Prozent, auf Brigitte.de um 11 und auf Gala.de um 4 Prozent.

Auf der Website von „Essen & Trinken“, auf der der Verlag derzeit sowohl mit User-Kommunikation als auch mit  limitiertem Zugang für Adblock-Nutzer experimentiert, hat die Kommunikationsvariante einen Rückgang der Blockierquote von 28 Prozent bewirkt. G+J reichweitenstärkstes Portal Stern.de ist bislang noch frei zugänglich. Dass sich das schon bald ändern könnte, wird angesichts der in Berlin genannten Erfolgszahlen immer wahrscheinlicher. kan

Meist gelesen
stats