Grundsatzurteil Bauer darf im Grosso für seine Titel werben

Donnerstag, 18. Juli 2013
Marketingmaßnahmen im Grosso laut OLG erlaubt
Marketingmaßnahmen im Grosso laut OLG erlaubt


Verlage dürfen sich mit Marketingmaßnahmen - Informationen, Ratschläge, Kampagnen - an Pressegroßhändler wenden, um auf bessere Behandlung ihrer eigenen Titel im Einzelhandel hinzuwirken. Dies folgt aus einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Hamburg von Anfang Juli, dessen schriftliche Begründung jetzt vorliegt.
Das letztinstanzliche Urteil, zu dem keine Revision zugelassen ist, beendet einen über dreijährigen Rechtsstreit zwischen der Bauer Media Group und Gruner + Jahr. Im März 2010 hatte Bauer auf seine für den Einzelhandel umsatzstärksten Titel ein entsprechendes "Siegel" gedruckt und Grossisten und Einzelhändler aufgefordert, diese im Regal besser zu platzieren.

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Es folgten scharfe Proteste anderer Verlage, die die Neutralität des Grosso verletzt und ihre eigenen Portfolios diskriminiert sahen. Auch der Verlegerverband VDZ attackierte Bauer, woraufhin der Großverlag dort austrat. Wortführer der Kritiker war G+J. Eine wahre Schlacht aus Abmahnungen und Prozessen beschäftigte die Anwälte - bis jetzt. Das OLG Hamburg verbietet nun zwar vermeintlich neutral wirkende Siegel (die Bauer seit 2011 sowieso nicht mehr einsetzt), erlaubt aber ausdrücklich Titelmarketing auch im Grosso. rp
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