Google Suchriese investiert Millionen in Startup für Video-Brillen

Mittwoch, 22. Oktober 2014
Selbst Google hat mit technischen Problemen zu kämpfen
Selbst Google hat mit technischen Problemen zu kämpfen
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Gmail Google Datenspeicherdienst


Google und andere Investoren haben mehr als eine halbe Milliarden Dollar in ein Startup gesteckt, das an Projekten zur Darstellung virtueller Gegenstände arbeitet. Google, der Chiphersteller Qualcomm und mehrere bekannte Risikokapitalgeber investierten 542 Millionen Dollar (knapp 427 Millionen Euro) in die Firma Magic Leap, wie das Unternehmen aus Florida mitteilte.
Magic Leap will unter anderem eine 3D-Brille entwickeln, die digitale Objekte so darstellt, als seien sie echt. Allerdings ist das Gerät noch nicht auf dem Markt. In einem Werbevideo für diese Technologie zeigt Magic Leap, wie ein kleiner virtueller Elefant aus den mit einer herkömmlichen Kamera gefilmten Händen eines Kindes in die Höhe fliegt. Im Gegensatz zu bisherigen 3D-Brillen soll den Trägern nicht schlecht werden, sagte Magic-Leap-Gründer Rony Abovitz dem "Wall Street Journal". Die Firma entwerfe auch die dazugehörige Software. Erst vor kurzem kaufte Facebook den Hersteller von VR-Brillen Oculus Rift für zwei Milliarden Dollar. Google selbst hat die Datenbrille Google Glass entwickelt, die digitale Informationen vor das Auge der Träger wirft.

Im Moment hat Google allerdings weniger mit virtuellen Dingen zu kämpfen, sondern eher mit der harten Realiät: Mehrere Google-Dienste waren am Mittwochvormittag zeitweise nicht erreichbar. Der E-Mail-Dienst Gmail, der Datenspeicherdienst Google Drive und der Videochat-Dienst Hangouts hatten mit Problemen zu kämpfen. Auf einer Google-Seite, die die Erreichbarkeit der Dienste anzeigt, war von einer "Serviceunterbrechung" die Rede. Die Schwierigkeiten begannen demnach um kurz vor 10 Uhr vormittags. Details zu den Gründen wurden nicht genannt. Später hieß es, die Probleme seien gelöst. "Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten", hieß es. hor/dpa
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