Google-Deutschlandchef Philipp Justus "Mobile ist jetzt schon die Realität"

Donnerstag, 06. Februar 2014
Seit Juni 2013 verantwortet Philipp Justus das Deutschlandgeschäft von Google (Bild: Olaf Ballnus)
Seit Juni 2013 verantwortet Philipp Justus das Deutschlandgeschäft von Google (Bild: Olaf Ballnus)

Der Mann hat eine klare Aufgabe: Philipp Justus, seit Juni vergangenen Jahres Chef von Google Deutschland, muss hierzulande die Wachstumsstrategie des Internetriesen umsetzen. Und diese lautet: Ran an die Branding-Etats der Markenartikler. Im Interview mit HORIZONT verrät der 44-Jährige, was der deutsche Markt in diesem Jahr noch von Google zu erwarten hat. HORIZONT.NET veröffentlicht Auszüge aus dem Gespräch; das vollständige Interview ist nachzulesen in der aktuellen HORIZONT-Printausgabe 6/2014.

Philipp Justus über

...Googles wichtigste Wachstumsbereiche:

Für unsere Kunden sind zwei Themen momentan besonders wichtig: Mobile Werbung und Videowerbung auf Youtube. Entsprechend werden wir unsere Youtube-Angebote weiterentwickeln. Das funktioniert bisher schon sehr gut, die Einführung von True View vor 18 Monaten ist extrem erfolgreich gestartet. 75 Prozent unserer Videowerbung läuft schon über dieses Werbeformat, das unseren Werbepartnern überhaupt erst dann in Rechnung gestellt wird, wenn die Nutzer den Clip nicht weggeklickt, sondern vollständig angeschaut haben.

...Mobile:

Mobile ist ein Thema, das uns auch 2014 umtreiben wird, weil es sich unglaublich dynamisch entwickelt. 40 Prozent der Zugriffe auf Youtube kommen von mobilen Endgeräten. Das ist jetzt schon die Realität - nicht erst in zwei Jahren. (...) Jedes Unternehmen verliert gegenüber seinem Mitbewerber, wenn es nicht jetzt schon auf mobilen Endgeräten gut aufgestellt ist.

...die Vermarktungspartnerschaft mit Axel Springer:

Das Interesse ist groß, dabei ist der Deal mit Springer nicht unsere erste Vermarktungspartnerschaft mit einem Verlag. Es ist höchstens die erste, die zeigt, dass auch Anbieter von Premiuminhalten aus dem redaktionellen Bereich zusammen mit der Google-Technologie ihren Online-Auftritt perfekt monetarisieren können. Dabei wollen wir helfen, denn natürlich ist es ein schwieriger Weg, Geschäftsmodelle von Papier in die Onlinewelt zu übertragen. Mit unserer Vermarktungspartnerschaft können wir einen guten Beitrag leisten und führen diesen Ansatz auch gern mit anderen Verlagen fort. Wir sind offen für Gespräche und ja, erhalten auch Anfragen in dieser Richtung.

...das Leistungsschutzrecht:

Für uns ist nach wie vor klar, dass wir für Snippets nicht bezahlen werden - egal, ob sie von einem Verlag oder von einer Verwertungsgesellschaft kommen. Unsere Position dazu hat sich nicht geändert. kl
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