Google Das sind die wichtigsten Änderungen bei Adwords

Mittwoch, 25. Mai 2016
Google AdWords sind ein beliebtes Online-Marketing-Tool
Google AdWords sind ein beliebtes Online-Marketing-Tool
Foto: Laurentiu Iordache / Colourbox

Etwas mehr als ein halbes Jahr nach dem 15. Geburtstag von Adwords verpasst Google seinem Werbeprogramm ein umfassendes Update. Werbungtreibende dürfen sich auf neue Anzeigenformate und einen verbesserten Buchungsprozess freuen.
Mittlerweile komme die Hälfte aller Suchanfragen bei Google von mobilen Endgeräten, erklärt Sridhar Ramaswamy, Senior Vice President, Ads and Commerce bei Google, in einem Beitrag im offiziellen Adwords-Blog. Daher sei das Adwords-Update an dieser Mobile-First-Realität ausgerichtet. Darüber hinaus habe man darauf geachtet, das Marketer künftig Online- und Offline-Erfahrung der Nutzer besser miteinander verknüpfen können.

Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:

Expanded Text Ads

Dabei handelt es sich um ein Anzeigenformat, das Werbungtreibenden mehr Platz für Produktbeschreibungen und weitere Informationen einräumt. Statt wie derzeit mit einer Überschrift mit 25 Zeichen lassen sich diese Anzeigen mit zwei Überschriften a jeweils 30 Zeichen betiteln. Zudem ist eine 80 Zeichen lange Beschreibung möglich (derzeit 35 Zeichen). Damit die Anzeige auch auf die richtige Website verlinkt, zieht Adwords die Domain automatisch von der finalen URL. Das soll etwa Tippfehler ausgleichen.

Responsive Display Ads

Native Advertising gilt in der Mobile-Werbung als wirksames Mittel, um Nutzer auf unaufdringliche Art und Weise zu erreichen. Deshalb wird Google seinem Google Display Network (GDN), dem weltweit mehr als Websites und Apps angehören, neue native Werbeformate hinzufügen. Werbungtreibende müssen dafür nur noch die Überschrift, eine Beschreibung, ein Bild und eine URL bereitstellen. Google generiert die entsprechende Anzeigen anschließend automatisch.
Diese nativen Werbeformate fügt Google dem Adwords-Netzwerk hinzu
Diese nativen Werbeformate fügt Google dem Adwords-Netzwerk hinzu (Bild: Google)

Bieterprozess

Bei Geboten auf bestimmte Keywords können Werbungtreibende künftig nach Gerätetyp unterscheiden. Je nachdem, wo die Anzeige erscheinen soll, lassen sich die Gebote für Desktop, Smartphone oder Tablet indivduell anpassen. Marketer können dabei entscheiden, welches Device ihnen am wichtigsten ist und für diesen Ausspielweg entsprechend höher bieten. Die Preisspanne für die Anpassungen von Geboten wird um bis zu 900 Prozent vergrößert.

Local Search Ads

Laut Ramaswamy erfolgten ein Drittel aller mobilen Suchvorgänge in Zusammenhang mit einer Location. Mit diesem neuen Anzeigentyp will es Google Werbungtreibenden erleichtern, Kunden zu erreichen, die nach einem bestimmten Ort suchen. Sucht ein Nutzer etwa nach "Schuhgeschäft", können Werbungtreibende die Lage ihres Geschäfts prominent auf Google.com oder auch in Google Maps darstellen. Eine weitere Möglichkeit zur Werbung in Google Maps sind Promoted Pins, mit denen Geschäfte wie Restaurants oder Tankstellen in der Nähe des Nutzers angezeigt werden.
Anzeigen in Google Maps und Promoted Pins
Anzeigen in Google Maps und Promoted Pins (Bild: Google)
Alle Änderungen und Erweiterungen beim Adwords-Programm stellte Ramaswamy auf dem Google Performance Summit vor. Die gesamte Präsentation gibt es auch als Video: 
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