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Google-Manager Philipp Justus auf dem Deutschen Medienkongress
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Google-Chef Justus "Wir sind der Freund der Medien"

Google-Manager Philipp Justus auf dem Deutschen Medienkongress
Er liest immer noch mit Begeisterung Zeitung, nichts desto trotz arbeitet er für das Medium, das Print mit am meisten zu schaffen macht. Im Fireside-Chat auf dem Deutschen Medienkongress erläutert Google-Deutschlandchef Philipp Justus, warum Google dennoch zu den Guten gehört.
von Vera Günther, Dienstag, 16. Januar 2018
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    Liest man die Schlagzeilen des vergangenen Jahres, möchte man genau das nicht glauben. Von Steuervermeidungsstrategien war da ebenso zu lesen wie von prägnanten Sicherheitslücken in Googles Browser Chrome, ganz zu schweigen von der Diskussion um rechtsextremistische und kindergefährdende Inhalte auf Youtube.

    Die Steuern wird der Internetkonzern wohl weiterhin im steuerfreundlichen Irland bezahlen. Bei Youtube aber, so erläutert der Deutschland-Chef, habe man einiges nachgebessert. "Wir haben das mit der Brand Safety nicht immer zu 100 Prozent hinbekommen", gibt er im Gespräch mit HORIZONT-Chefredakteur Volker Schütz zu. "Für uns ist das Thema aber sehr wichtig". Im vergangenen Jahr wurden die Richtlinien, was auf Youtube hochgeladen werden darf, verschärft.

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    Verschärft wurden auch die Kontrollen. Die Manpower wurde massiv ausgeweitet. Bis Ende 2018 sollen allein 10.000 Mitarbeiter weltweit über die Youtube-Inhalte wachen. Massiv investiert wurde auch in eine neue Technologie, die erkennt, ob ein Video extremistische oder kindergefährdende Inhalte enthält. 98 Prozent könnten allein auf diese Weise schon herausgefiltert werden, verspricht Justus.

    Außerdem im Google-Fokus: die Intensivierung der Zusammenarbeit mit Agenturen und Werbungtreibenden. Bessere digitale Werbung soll dabei herauskommen. Mit einer zweistelligen Anzahl von Agenturen habe man schon feste Kooperationen, verrät Justus. BBDO  und Jung von Matt gehören bekanntermaßen dazu. Google will aber noch mehr Unternehmen zur Zusammenarbeit bewegen, und vor allen Dingen die Medien.

    "Ja natürlich pitchen wir um die gleichen Werbegelder", sagt Justus. Dennoch sagt er auch: "Wir sind nicht der Feind, wir sind der Freund der Medien. Unser Verhältnis ist nicht immer einfach, aber sehr symbiotisch." Google sei ein wichtiger Kanal, um Unternehmen und Medien Nutzer zuzuführen. Diese Win-Win-Situation habe man nicht immer deutlich machen können. Vielleicht gelingt es ja mit einer neuen Technologie, mit der Google derzeit experimentiert. KI soll Verlagen helfen, zu erkennen, wann ein User bereit ist, für digitale Inhalte zu zahlen und wann nicht. Die Technologie ist allerdings noch im frühen Pilotstatus.

    „Ja natürlich pitchen wir um die gleichen Werbegelder.“
    Philipp Justus
    Weitaus fortgeschrittener müssen hingegen Googles Bemühungen um den Datenschutz sein - die Datenschutz-Verordnung droht schließlich. Auch die nimmt Justus sehr ernst. Hierzulande entwickle man eigenständige Datenschutztechnologien, die europäischen Standards entsprächen. Google Deutschland fühlt sich hier eindeutig den deutschen und nicht den amerikanischen Standards verpflichtet. Verpflichtet fühlt man sich auch, die Digitalisierung hierzulande voranzutreiben. Mit Beratung (Stichwort Agenturen), aber auch mit Technologie, und Unterstützung bei Ausbildung und Vermittlung von Skills. Dass das nicht ganz uneigennützig entsteht, mag man Google nachsehen. Schließlich verdient das Unternehmen mit der Digitalisierung richtig viel Geld. vg

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