Google Auch spanische Verlage wollen Geld für Textausschnitte

Montag, 17. Februar 2014
Für Snippets will Google-Chef Philipp Justus auch künftig nicht bezahlen (Bild: Olaf Ballnus)
Für Snippets will Google-Chef Philipp Justus auch künftig nicht bezahlen (Bild: Olaf Ballnus)

Der Widerstand gegen die Marktmacht von Google wächst weiter. Nun fordern auch spanische Presseverlage und Autoren, ähnlich wie ihre Kollegen in Deutschland, den Suchmaschinen-Giganten dazu auf, für die Verwendung von Textausschnitten auf Google News zu bezahlen. Eine dementsprechende Reform zum Schutz des geistigen Eigentums hat die Madrider Regierung Medienberichten zufolge am Freitag verabschiedet. Damit schlagen die Spanier einen ähnlichen Weg ein wie die deutschen Verlage, die vor knapp einem Jahr ein eigenes Leistungsschutzrecht verabschiedet haben. Demnach dürfen die Häuser von Newsaggregatoren und Suchmaschinen wie Google für die Verwendung ihrer Artikel im Internet Lizenzgebühren verlangen. Aktuell verhandeln Verlage wie Axel Springer und Hubert Burda innerhalb der Verwertungsgesellschaft VG Media über die Umsetzung und die Wahrnehmung des Rechts.

Die Debatte über den Umgang Googles mit Textausschnitten von Verlagen war in den vergangenen zwei Jahren immer wieder ein Thema, unter anderem in Brasilien, den USA und in Frankreich. Hier gab es zwar ebenfalls keine direkte Einigung, allerdings stellt der Suchmaschinenkonzern den französischen Verlagen Geld für neue Online-Nachrichtenprojekte zur Verfügung und unterstützt die Branche bei der Vermarktung der Websites.

Hierzulande hat sich Google wiederholt entschieden geweigert, für sogenannte Snippets zu bezahlen. Im Interview mit HORIZONT bekräftigte Deutschlandchef Philipp Justus: Für uns ist nach wie vor klar, dass wir für Snippets nicht bezahlen werden - egal, ob sie von einem Verlag oder von einer Verwertungsgesellschaft kommen. Unsere Position dazu hat sich nicht geändert." kl
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