Go East Thomas Middelhoff investiert in chinesische Filmindustrie

Dienstag, 13. August 2013
Thomas Middelhoff engagiert sich im Reich der Mitte
Thomas Middelhoff engagiert sich im Reich der Mitte


Thomas Middelhoff hat seine PR-Offensive mit einem großen Interview im "Handelsblatt" fortgesetzt. Neben ausgiebiger Vergangenheitsbewältigung gibt der ehemalige Bertelsmann-Boss dabei auch Einblick in seine Zukunftspläne: Gemeinsam mit dem chinesischen Unternehmer Bruno Wu will Middelhoff in die chinesische Filmindustrie investieren.
"Meine Ausgabe als Co-Vorstandschef und Co-Chairman ist es, mit Bruno Wu die Geschäfte in China und weltweit zu entwickeln", erklärt Middelhoff im Gespräch mit "Handelsblatt"-Chefredakteur Hans-Jürgen Jakobs. "Bruno Wu und ich glauben an das Bewegtbild für TV und Internet." Der unter dem Dach von BT Capital angesiedelte Medienfonds habe Zugriff auf bis zu zwei Milliarden Dollar, die unter anderem in Filmproduktionen wie "Grace of Monaco" oder "The Immigrant" fließen sollen. "2020 wird der Kinomarkt Chinas den der USA überholen. Und der Bedarf an heimischen Stoffen ist groß", ist Middelhoff sicher. Der chinesische Markt können sogar das indische "Bollywood" übertreffen, so der Manager.

Das Unternehmen beteiligt sich aber auch an handfesteren Stoffen, wie dem im deutschen Fernsehen verbotenen Extrem-Kampfsport "Ultimate Fighting": "Das ist im Vertriebsgeschäft enorm erfolgreich", verteidigt Middelhoff das Engagement: "Kabelsender in den USA übertragen das. Es geht um Unterhaltung." dh
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