GfK Mit TV-Reichweiten gegen den Umsatzschwund

Freitag, 06. März 2015
GfK-CEO Matthias Hartmann
GfK-CEO Matthias Hartmann
Foto: GfK
Themenseiten zu diesem Artikel:

GfK Matthias Hartmann


Deutschlands größter Marktforscher sieht sich trotz Umsatz- und Gewinnrückgang im dritten Jahr in Folge auf einem guten Weg. Vor allem bei der TV-Reichweitenuntersuchung bestehe eine gute Auftragslage.

Ab Mitte des Jahres sollen die Panels zur Reichweitenanalyse für TV-Sender in Brasilien und Saudi Arabien Ergebnisse in Echtzeit liefern. Der im Dezember 2013 unterzeichnete Fünfjahresvertrag hat einen Wert von über 100 Millionen US-Dollar, heißt es. „Ich gehe davon aus, dass die Panels dort einen entsprechenden Umsatzbeitrag liefern“, sagt GfK-CEO Matthias Hartmann im Gespräch mit der Fachzeitschrift für Marktforschung planung & analyse (dfv).

Aber das Consumer-Choices-Geschäft - die Sparte des Nürnberger Marktforschers, die die Mediennutzung der Verbraucher, ob TV, Radio, Print, Online oder Mobil erfasst - ist nicht sein Sorgenkind. Hier investiert GfK bewusst auch zu Lasten des kurzfristigen Ergebnisses in neue Services und Aufträge, heißt es. So wurde ein Mobil-Panel in UK aufgebaut und soll jetzt nach Deutschland übertragen werden.

Der Bereich Consumer Choices konnte im Jahr 2014 an Umsatz um 2,1 Prozent zulegen. Das zweite Bein Consumer Experience erforscht die Einstellung, Wahrnehmung und das Verhalten der Konsumenten. Hier lag der Umsatzrückgang im vergangenen Jahr bei 6,2 Prozent.

Das gesamte Unternehmen ist mit 1,45 Milliarden Euro zwar der größte Marktforscher Deutschlands, der Umsatz liegt aufgrund der Transformation, die der GfK-Chef dem Konzern verordnet hat, um 2,9 Prozent unter dem Vorjahr; der Gewinn um 5,9 Prozent. Die Aktienanalysten scheinen es der börsennotierten GfK nachzusehen. Denn die Aktie steht bei ihnen nach wie vor auf „buy“ oder „hold“.  „Wir haben unseren Anteilseignern klar gesagt, dass es im Moment nicht um Volumenexpansion geht, sondern vor allem um eine Veränderung des Leistungsangebotes“, sagt Hartmann gegenüber planung & analyse. Das gesamte Interview ist zu lesen unter www.planung-analyse.de

Sabine Hedewig-Mohr
Meist gelesen
stats