#Gerwomany Wie sieben Verlage mehr Frauen als Männer an die Wahlurne bringen wollen

Freitag, 04. August 2017
Mit der #Gerwomany-Kampagne wollen 23 Chefredakteurinnen und Chefredakteure Frauen mobilisieren, wählen zu gehen
Mit der #Gerwomany-Kampagne wollen 23 Chefredakteurinnen und Chefredakteure Frauen mobilisieren, wählen zu gehen
© Gerwomany

Seit dem Jahr 1953 liegt die Wahlbeteiligung von Frauen bei jeder Bundestagswahl unter der der Männer. Das soll sich in diesem Jahr ändern. Erstmals bündeln 23 deutsche Frauenmagazine aus sieben großen Verlagen ihre Kräfte und machen sich anlässlich der Bundestagswahl im September mit der Kampagne #Gerwomany stark für aktives politisches Engagement.

Mit dem Credo "Gegen Populismus haben wir nur eine Wahl – Wählen gehen" wollen die Chefredakteure und Chefredakteurinnen ab sofort rund 20 Millionen Leserinnen pro Erscheinungszyklus erreichen. Rund 30 Millionen Frauen in Deutschland sind wahlberechtigt – die Erfolgschancen, mit den Kampagnenmotiven von #Gerwomany genau die richtigen zu erwischen, sind also nicht allzu klein. "Selten stand für uns Frauen so viel auf dem Spiel", sagt Andrea Ketterer, Chefredakteurin von "Glamour" und Initiatorin von #Gerwomany. "Gerade junge Frauen nutzen ihr Recht auf Mitbestimmung immer weniger. Die Wahlbeteiligung der 21- bis 25-Jährigen ist in den vergangenen 30 Jahren um 20 Prozent gesunken."

Die zwei Kreuze im Logo zur Aktion sind eine Anspielung auf die Wahlstimmen und die weiblichen X-Chromosomen
Die zwei Kreuze im Logo zur Aktion sind eine Anspielung auf die Wahlstimmen und die weiblichen X-Chromosomen (Bild: Gerwomany)
Mit der verlagsübergreifenden Aktion – zusammen arbeiten Bauer, Hubert Burda, Condé Nast, der Emotion Verlag, Funke, der Jahreszeiten Verlag und Vision Media – soll nun die historische Kehrtwende gelingen: Erstmals soll die Frauen-Wahlbeteiligung die der Männer übertreffen. Dafür trommeln die Zeitschriften ab sofort. Ab dieser Woche sind die Kampagnenmotive in den Printausgaben von "Glamour", "Freundin", "Vogue" und Co zu sehen. Zudem unterstützen die Magazine die Initiative durch thematisch passende redaktionelle Beiträge und unter dem Hashtag #Gerwomany auf den digitalen Redaktions- und Social-Media-Kanälen wie hier auf Facebook. Verantwortlich für die Entwicklung und Gestaltung der Kampagne zeichnet die Berliner Kreativagentur Dojo, die die Initiative pro bono unterstützt. Als Wortkreation steht #Gerwomany den Machern zufolge für die Relevanz des "Faktors Frau" für Deutschland und für das Gemeinschaftsgefühl. Das Logo zur Aktion enthält zwei Kreuze als Anspielung auf die Wahlstimmen und die weiblichen X-Chromosomen. Für Alexandra Sültemeyer, Head of Finance bei Dojo, ist es selbstverständlich, sich mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinanderzusetzen. "Wir wollen einen emotionalen Anreiz schaffen, sich aktiv mit den Wahlprogrammen auseinanderzusetzen und am 24. September beide Kreuze dort zu setzen, wo man die eigenen Werte und Wünsche vertreten sieht." kan

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